Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
68
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K8 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.

iLrgasilus. Mir. Zch bin itzo dein höchster Jupiter, ichbin deine Errettung, dein Glück, dein Licht, deine Freude, deinVergnügen; wenn du nur diesen deinen Gott wacker satt ma-chest, damit er dir gnädig sey.

Hegio. Du bist mir also hungrig, wie es scheint?

Ergasilus. Zch bin mir hungrig und nicht dir.

Hegio. Ey, hol dich der - -

Trgasilus. Du solltest dich lieber bey mir bedanken fürdie Nachricht, die ich dir aus dem Hafen bringe. O was füreine vortreffliche Nachricht! Wirst du mir so wieder gut?

Hegio. Geh, Narre, du kommst zu spät.

iLrgasilus. Das hättest du können sagen, wenn ich beyeiner andern Gelegenheit gekommen wäre. Doch vernimm nurendlich die Freude, die ich dir bringe. Zch habe itzo gleich dei-nen Sohn philopolemns lebend, gesund und frisch in dem Ha-fen gesehen. Er kam mit dem öffentlichen Zagtschiffc. Es warnoch ein andrer Züngling bey ihm, und deinen Knecht Sra-lagmns, der dir mit deinem Sohne, als einem Kinde von vierZahrcn, davon gegangen ist, bringt er auch mit.

Hegio. Du willst mich zum besten haben. Geh! pack dich!

Ergasllus, Zch schwöre dir es bey der heiligen Sättigkcit!Zhr Name soll nie zu meinem Namen können gefugt werden;wenn ich nicht alles das gesehen habe.

Hegio. Meinen Sohn hast du gesehen?

Ergasilns. Deinen Sohn, und meinen Schutzengel.

Hegio. Und den clidcnsischcn Gefangnen?

Ergasilus. ^« 7-ov «7ro>^K>!"

Hegio. Und meinen Knecht Stalagmus, der mir meinenSohn entwendet hat?

Lürgasilus. ?«v ^op«^!Hegio. Schon lange?

ErgttsilnS. i>sj Trziocci'x^rii'!

° Ich habe diese griechischen Schwüre beibehalten, weil sie unmöglichzu übersetzen waren. Zch kann auch den Leser versichern, daß er nicht vieldarunter verliert. Der erste Schwur ist bey dem Apollo, der andere beyder Proscrpina, und die übrigen bey untcrschicdncn italiänischen Städten, dieer auf eine lächerliche Art als Gottheiten ansieht, bcv welchen er schworen kann.