Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
69
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Die (Äcfangiicn des Plaulus.

Hegio. Kömmt er?^rgasilns, vi^ 7°«v o^ulnu!Hcgio. Ganz gewiß?

ErgttslluS. v»i cpj>o^o'tVlt>ucx!Hegio. Aber du - -iLrgasilus. i'ri «^«^^0^!

Hegio. Bey was für barbarischen rauhen Städten schwörest du ?iLrgasilns. Sie sind eben so rauh, als deine Speisen, wiedu sagtest, seyn sollten.

Hegio, Verdammtes Maul!

Ergasilus, Du willst mir aber ja nichts glaube», wasich dir doch so umständlich berichte."

Hcgio. Nein, sage mir aufrichtig, kann ich dir Glaubenzustellen?

Ergasilus. Sehr vielen.

Hcgio. O ihr unsterblichen Götter, ich bin von neuem gc-bohrcn, wenn es wahr ist was er sagt.

iLrgasilns. Und ich glaube, wenn ich die heiligsten Schwürethäte, würdest du doch noch zweifeln. Doch kurz, Hcgio, wenn dumeinen Bcthcurungcn so wenig trauest, so gehe selber zum Hafen.

Hcgio. Das soll auch geschehn. Mache unterdessen drin-nen die nöthigen Anstalten. Verlange, nimm, fodrc was duwillst. Zch mache dich zu meinem Ausgeber.

Ergasilus. Wenn ich das Amt nicht reichlich verwalte*",so sollst du das Recht haben mich wacker zu prügeln.

° Hier habe ich drcv Zeilen ausgelassen, weil ich sie nicht so genauzu übersetzen weis, daß meine Leser den Sinn des Plautus daraus begreifenkönnten. Hier sind sie:

Seil SIAlsximis <!»!»« erüt luno »iUionis, eui» I>i»e !>>iiit?

Liculu«, nun» Sioulus »n» es>, voius esl, lioiiim tvnl.

I.idvrorum <l»!i«ru»llolu»> csulÄ üi, «re>I<>, »xor cki^I» ekl.Dieses zu verstehen, darf man nur wissen, daß v»i»e oder voi» eine Artvon Ketten waren, aber gewisse gallische Völker, Der Scherz in derdritten Zeile aber beruht darauf, daß vow auch ein Weibsbild aus diesemVolke heißen kann. Man mag es selbst versuchen, ob es sich auf eine Artübersetzen laßt, daß diese Anspielungen nicht ganz vcrlohrcn gehen.

°° Die Lesart milnliMuslus scheint mir die bequemste zu seyn, so daßmau es von msniisls ableite. i»-i»iisls, spricht Fcsius, esi -»!>lit»me»>um