Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
72
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72 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.

Philob'rales. Ich verlange also, daß du mir meinen Knecht,den ich hier zum Pfande gelassen habe, wiedergebest. MeinWohl ist ihm lieber gewesen, als das scinigc. Ich muß ihnfür seine redlichen Dienste belohnen.

-Hcgio. Zch will dir zeigen, daß ich dankbar bin. Sowohldas, als was du sonst noch verlangen wirst, will ich thu».Nur nimm mir es nicht übel, daß ich mit deinem Knechte imZorne hart verfahren habe.

Philor'rares, Was hast du mit ihm gemacht?

^egio, Zch habe ihn gefesselt in die Stcingrubcn geschickt,so bald ich erfuhr, daß man mich hintcrgangcn hatte.

Philot'rares. O ich Unglückseliger! Der beste Mensch sollmeinetwegen so viel leiden?

-Hegio. Dicscrwcgcn sollst du auch keinen Hällcr für ihnbezahlen. Zch will ihn umsonst frey geben.

Philob'ralcs. Du handelst in der That gütig, Hcgio. Al-lein befiehl nur, daß er herausgebracht werde.

-Hcgio. Za. Holla! Geht, und bringet gleich den Tynda-rus her! Gehet unterdessen herein. Zch will sehen, ob ich ausdieser schlägcfaulcn Bildsäule erfahren kann, was er mit mei-nem jüngsten Sohne gemacht hat. Mittlerweile waschet euch.

Philopolemns. Folge mir hier herein Philokratcs.

Philod'mrcs. Zch folge.

Zwcvtcr Austritt.

Hegio. Stalagmus.

Hegio. Nun, du wackrer Mann, komm doch näher her.Du bist ein sehr feiner Knecht.

Stalagmus". Was muß ich denn noch thun, damit sichso ein Mann wie du, nicht in seinem Urtheile von mir irret?

° Alle die Verbesserungen, die man mit dieser Stelle hat machen wollen,scheinen mir ganz vergebens zu seyn. Zch glaube den rechten Sinn ohneeine Veränderung zu machen, getroffen zu haben. Stalagmus nämlich nimmtdas, was ihm Hegio sagt, für Ernst auf, und antwortet ihm- ich habedir deinen Sohn entwandt, und du kannst mich noch für einen wackern Mannhallen? Was soll ich denn noch für ein Schelmstück begehen, daß du rich-tiger von mir urlheilen lernest?