Die Gefangnen des Plautus.
Ich bin niemals fein, wacker, noch gut gewesen. Ich habe nie-mals was getaugt, und werde auch Zeitlebens nichts taugen.Hoffe nur nicht, daß ich mich bessern werde.
Hegio. Du kannst leicht einsehen, wie deine Sachen stehn.Es wird dir nicht schaden, wenn du die Wahrheit redest. Deineschlimme Sache wird weniger schlimm dadurch werden. Redeaufrichtig - - Doch du hast niemals aufrichtig gehandelt - -
Scalagmus. Zch glaube gar du mcynst, ich werde michschämen dir cs zu gcstchn?
Hegio. Die Scham soll schon bey dir aufsteigen. Zch willdich über und über roth machen lassen.
Sralügmus. Das glaube ich wohl. Allein drohst du denndeine Schläge einem unversuchten?" Weg mit den Possen. Sagewas dein Anbringen ist, wenn du was von mir wegbringen willst.
Hegio. Ey! wie beredt du bist. Doch, erspare die vielenWorte - -
Stalagmus. Wohl, cs geschehe daim!
Hegio. Zu deiner Jugend warst du bescheiden, aber frey-lich schickt cs sich itzo nicht mehr für dich. Doch zur Sache.Höre zu, und gcstchc mir, was ich dich fragc. Es wird deineUmstände nicht verschlimmern, wenn du mir die Wahrheit gcstchst.
Sralagmus, Ach, das sind Worte! Glaubst du denn nicht,daß ich weis, was ich verdient habe?
Hegio. Du kannst aber wenigstens dcinc Straft lindern,wenn du ihr auch nicht entfliehst.
Slalagmus. O eine solche Strafe, als ich verdient habe,ist zu groß, als daß sic durch das Lindern kleiner werdenkönntc. Zch bin dir nicht allein entflohen, sondern ich habeauch dcinc» Sohn mitgcnommcn, und ihn verkauft.
Hegio. An wen?
Sralagmus. An den polyplusischcn ThcodoromcdcS in Elis,für scchs Pfund.
Hegio. Unsterbliche Göttcr! Das ist Philokratcs Vater.
° Ich glaube dieses nicht unbillig in eine Frage verwandelt zu haben.Denkst du, will er sagen, daß mich deine Drohungen so schrecken, als ob ichnicht wußte was Prügel waren?