Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
76
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76 Beyträge zur Historie und Aiifii.chiiie des Theaters.

Wir haben diesen Dieb aus Elis wieder zurück gebracht, under hat alles gestanden.

Tynd, Aber wie ists mit seinem Sohne geworden ?

Philok. Gehe herein, so wirst du deinen leiblichen Bru-der finden.

T>->,d. Was? So hast du ihn mitgebracht?Philok. Ja, ja, drinnen ist er.TynL>> O wie wohl hast du gethan!Philok. Dieser ist numchr dein Vater, und dieser deinDieb, der dich ihm als ein Kind gestohlen hat.

T>'nv, Dafür will ich ihn nun erwachsen züchtigen lassen.Philor' Er hat es verdient!

C)'"d. Er soll seinen verdienten Lohn schon bekommen.Aber Hcgio, so bist du mein Vater?

Hegio. Za, ich bin es, mein Sohn.

T)'ni>. Nun besinne ich mich auch, wenn ich nachdenke.Es ist mir, als ob ich wie im Traume einmal gehört hätte,daß mein Vater Hcgio heiße.

Hcgio. Und ich eben bin es.

Philor'. Nun so mache doch Hcgio, daß ihm die Fesselabgenommen, und dicscm angelegt werden.

Hegio. Za, das soll auch das erste seyn. Kommt, laßtuns herein gchcn. Der Schmid soll dcn Augenblick da seyn,dich von den Banden zu bcfrcyen, die dein Räuber bekom-men soll.

Slalagin. Du thust sehr wohl; ich habe so nichts eigen-thümliches.

Der Schlußrcdncr.Dieses Lustspiel, ihr Zuschauer, ist für züchtige Sitten ge-macht. Es kommen keine Licbsstrciche, keine Unterschiebung vonKindern, keine Gcldschncidcrcycn darinnen vor. Kein verliebterJüngling bcfrcyct darinnen eine Hure wider Wissen seines Va-ters. Dergleichen Spiele, worinnc die Guten besser werden kön-nen, erfinden wenige Dichter. Hat es euch gefallen, und sindwir euch nicht zur Last gewesen, so gebet das gewöhnliche Zei-chen; und ein jeder, der von euch gute Sitten liebet, klatsche!