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106 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.
man zwar mehr von ihm fodcrn? es war unmöglich ihn zuvertheidigen, und er hat zu seiner Entschuldigung alles beyge-bracht was er gekonnt) so muß ich doch gestehen, daß dieseseine kleine Abhandlung so voll der gelehrtesten Anmerkungenüber die theatralische Dichtkunst ist, daß ich glaube, Sie wür-den auch noch aus diesem kleinen Buche manchen Gedanken neh-men können, den man mit Vergnügen in Ihren Beyträgen lesen,nnd der manchem noch neu seyn würde. Das Buch ist alt, undsein Titel ist auch nicht sehr reizend; er verspricht nicht viel,und gewiß niemand sucht darinnc, was man darinnc findet. DieAufschrift heißt Difeours <lo Nr. NenuFö für IUe-n touruuoru-mo»os (>o ^oi-onoo. i>, Dtroclit. 12. Dieses achtfüßigc
Wort schreckt schon manchen ab, das Buch in die Hände zunehmen. Aber wenn man über den Eckcl des ersten Blattsweg ist, und man sieht darinnc die artigsten Gedanken über dieWahrscheinlichkeit in den dramatischen Gedichten, wie wenig siedie alten Dichter in Acht genommen, und wie sehr so gar diegrößten Meister, ein Euripidcs, ein Acschylus und ein Aristo-phancs darwidcr gcsündigct; über die Ausdehnung der Einheitdes Orts, wie weit sich die Scene erstrecken könne, ohne widerdie Regeln zu verstoßen; wie das Theater der Alten und dieAuszicrungen desselben beschaffen gewesen, und andere dergleichenDinge, so sage ich noch einmal, daß viele von Zhrcn Lesernsie, wenn sie in Ihren Beytragen stünden, mit Lust lesen wür-den. Wenn ein großer Kunstrichtcr unserer Zeit sich die Mühegegeben hätte, ein so verlegnes Büchclchcn selbst anzusehen, sowürde er nicht geschrieben haben, „daß Menage den Tercnz„wegen des Sclbstpcinigcrs beschuldigen wollen, als habe er„mehr denn 24 Stunden zu diesem Stücke genommen, und also„wider die Vorschrift des Aristoteles gehandelt - -. Der Abt „ von Aubignac aber habe den Tercnz vertheidiget." (Erit. Dichtk.S. 733.) Was kann wohl deutlicher seyn, als die Worte desMenage gleich im Anfange? „Nr. cl'^ulÜAurre loutonuit quo„l'-rction (lc- cetto cowoäie no eompronoit quo 10 Iiouros et„louwnoi« quelle eri compronnit plus llv 12, muis louteuois„vn ruömv toms qu ello »e laitlmt pas cl vtro »eunmoms rozu-liero - Und bald darauf: „- - i<; crois inoir «lomontrv' cuuz