Kritik iibcr dic Eestnigneii des PlcnituS- ll07
„Vaotivu llv cotto comoclio eom^roncl clu mnlns 1 ö Iiouros et cju uu„poomo tl>'!lmnti<juv pout I^ion otrv clo^Ius do 12 Iiouros l'ans otro„eontro los ro^los - - Und MN Ende: ,,.?o tuis clncoorcl »voc„voll« lz»o eotto eomoclio ol't iluns toulo ^llltosso <1os roglossnoionnos." Wo stcht nun hier, daß dicscs Lustspiel widcr dicNcgcln dcs Aristoteles sey? Freylich, im Hcdclin stcht cs. Allein,cS hcißr, man höre auch dcn andern Theil. Ucbrigcns ist hierwohl nicht zu fragen, wer Rccht hat, ob Mcnagc oder Hcdclin?
Wcnn alle diese Gründe nicht hinrcichcnd sind, mcincn Salzzu beweisen, daß das Stück dcs Plautus ganz und gar nichtregelmäßig scy, daß cs widcr dic Einheit dcr Handlung, widcrdic Wahrscheinlichkeit, widcr dic Daucr cincs gutcn dramatischenGedichts verstoße, und also unmöglich das schönste Stück könnegcncnnct werden, welches jemals aus das Theater gekommen: sowciS ich nicht, wozu wir dcn Verstand und unsre Empsindungbey dem Natürlichen und Wahren brauchcn sollen, und wicman sagen könne, eine Fabel, dic nicht wahrscheinlich ist, taugcnichts, weil ihr die vornehmste Eigenschaft mangle.
Zch könnte hier meine Critik endigen, indessen, da ich wäh-rend dieser Arbeit noch einige Anmerkungen gcmacht habc, dicJhncn vicllcicht zu fernerer Untersuchung Gelegenheit geben, undbey dcr Entwicklung dcs Schönen in dem Lustspiclc dcs Plau-tus nutzcn können, so theile ich sie Jhncn hicr mit, so gut alssie sind.
Zm Prolog stehet eine merkwürdige Stcllc, wclchc wohl mitgrößtem Rccht eine Erklärung gebraucht hätte. Zch meynedic Worte:
^coollitn! ti nou ul/i loclo.is loeus vtt, oft ul»i amlniios.Wenn ein in den Alterthümern, und besonders in dcn theatra-lischen, Uncrsahrncr, dergleichen Leser Sie mehr als dcr Gc-lchrtcn haben, dieses in Ihrer Uebcrsetzung liefet?), so weis cr
i>) Es ist wahr, wcnn ich allzu sehr bcv dem Buchstadc» dcs Textesgeblieben wäre, so wäre cinc Slnmcrkung hicr sehr nöthig gewesen. Aus mei-ner Ucbcrsctzmig aber wird jeder, dcr nnr jemals in einem vollen Schau>platze gewesen ist, so gleich erkennen, das; dcr Poet mit denjenigen zu thunhat, welche sich mit vielen Lärmen 'Platz zum Sitzen verschaffen wollen, dasie doch »och genug Platz zum Stehen finden könnten.