Ijs! Bcytrlijzc zur .Historie und Alifinihinc dcS Theaters.
einmal scincn Charakter ablegt, und unter der Person eines bloßenKomödianten hintritt, den Zuschauern ein Complimcnt zu machen.
Es ist wohl einmal Zeit, daß ich meine Critik beschließe.Ich werde es nicht wie diejenigen machen, die, wenn sie nichtsmehr wissen, dennoch zum Beschlusse sagen, sie würden nochvieles erinnern, wenn sie nicht befürchteten allzu wcitläuftigzu werden. Nein, ich gestehe aufrichtig, daß dieses alles ist,was ich wider diese Komödie zu sagen habe, und daß ich über-zeugt bin, daß diese Critik dem Dichter und seinem Ilcbcrsctzcrso wenig schaden werde, als ich versichern kann, daß ich dieserKleinigkeiten ungeachtet, gegen beyde die vollkommenste Hochach-tung habe, und daß das, was ich dagegen angeführt, viel zuwenig sey, dem Dichter scincn Ruhm und mcinc Bewunderungzu versagen. Zc genauer ich gcgcnthcils dieses Stück untersuchthabe, Fchlcr darinnc zu cntdcckcn, jc mchr habc ich auch Schön-heiten darinnc angetroffen. Alle Charaktere, bis aus die schlech-testen, sind aus das vollkommenste ausgebildet, und doch nichtübertrieben. Ist nicht in der Person des Ergasilus der Cha-rakter eines Schmarutzcrs auf das lebhafteste ausgedruckt, undbehauptet er nicht diesen Charakter durch das ganze Stück miteiner ungcmcincn Stärke? Steigt und fallt nicht sein Muth?Ist cr nicht trotzig odcr vcrzagt, nachdem seine Hoffnung zuschmausen groß odcr geringe ist? Ist cr nicht, wie es für einensolchen Kcrl gehört, unverschämt, niederträchtig, von schlechtenSitten, und lasterhaft? Hat nicht der Dichter in der Persondes Hcgio auf das vortrefflichste einen alten reichen Bürger ge-schildert, einen ehrlichen Mann, einen Barer, der seine Kinderüber alles liebt, der alles, was ihm zum Besitz derselben ver-helfen kann, anwendet, und alles, was man ihm sagt, wodurcher dazu gelangen könne, leicht glaubt; so bald cr aber einmalhintcrgangcn worden, wie alle Alte, mistrauisch wird, und sichvöllig vcrlohrcn schätzet? Ist nicht Tyndarns ein Mensch, dermit seinem Herrn von Jugend auf zusammen gelebt, und mitihm die Vortheile einerley Erziehung genossen hat? Zft es alsonicht natürlich, daß cr dicscn Hcrrn mchr licbt, als ein gemeinerKnecht sonst einen Hcrrn lieben würde? Ist es nicht natürlich,daß der Herr ihn wiederum gleichfalls mchr licbt, als einen gcmci-