Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
122
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122 Beyträge zur Hisioric und Aufiuiymc des Thcatcrs.

auf ein Mensch gewesen, dem es eben so nahe nicht gegangenist, wenn einen ehrlichen Kerl hungerte.

Hegio. Ey, hol dich der - -Zch habe mit Fleiß etwas wcitlauftig übersetzt, damit man esdesto deutlicher einsehen möge, was ich für einen Sinn darinncfinde. Aus dem Fluche dcs Hcgio ist gar nichts zu schließen.Denn dieser ist nur vcrdrüßlich, daß ihn Ergasilus einer solchenUncmpsindlichkcit und Kargheit beschuldigen will. Dic andreStcllc, dic ich nun zu entschuldigen habe, ist in dcm zwcytcnAuftritte des letzten Auszuges. Hcgio sagt zu seinem vcrlaufncnKncchtc:

Lono III0I'!A<ZI'U8 l'u!t INI»«: »on llocet.

Hicr ist es offenbar das arme Wort moiiAerus, welches unsrekeuschen Kunstrichtcr aufmerksam gemacht hat. Zch leugne garnicht, daß es dann und wann nicht eine schlimme Bedeutunghabe, allein hicr nur findet sie nicht Statt; weil Hcgio nichtsweniger als mit scincm Kncchtc Possen treiben will. Ich habees in meiner Übersetzung so gegeben, daß mein Gegner selbstgestehet, er zweifle, ob PlautuS so was schändliches dabey ge-dacht habe, als es ihm seine Ausleger, und der französische Uc-bcrsctzcr Hcrr Costc Schuld geben. Sind aber diese bcpdcnangeführten Stellen unschuldig, so wird man auch in dcm gan-zen Stücke kein einziges Wort finden, welches nur im geringstender schärfsten Moral entgegen sey.

Die Aortscnung im vierten Stücke-

Samuel Werenfels Rede zu Vertheidigung der Schauspiele.

AuS dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt, und mit einigenAnmerkungen begleitetvon M> Jmmanuel Fried. Grcgorius aus Cainenz.

Wittmbcr>z, 1750. i» 4to, aus 4» Scilc».Diese Rede des berühmten rVcrenfcls ist in ihrer Grund-sprache ei» lcscuSwürdigcS Stück. Sie ist nicht eine Vertheidi-gung der Schauspiclc überhaupt, sondern nur in so ferne sie inSchulen aufgeführt zu werden vcrdicncn. Nach cincm kurzcn