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Fünftes Kapitel: Die Geburt des Kapitalismus
hundert zwischen 320 000 und 518000 tt, von dem 53 Sol. auf1 Mailänder Goldgulden kamen. Das Gewicht dieser Warensoll um etwa 25000 Ztr. geschwankt haben, so daß der Werteines Zentners etwa 50 fl., eines Pfundes Vs fl. (etwa 4 Mk. h. W.)gewesen wäre.
Auch nach den großen Entdeckungen des 15. Jahrhundertsänderte sich an dem Inhalt des Handelsverkehrs insofern nurwenig, als es bis in das 19. Jahrhundert im wesentlichen dochhochwertige Luxusgüter waren, die zwischen dem Osten undWesten und zwischen Amerika und Europa ausgetauschtwurden. Die Mengen wuchsen nur, und einige neue Artikeltreten zu den alten hinzu; vor allem die vier großen Genuß-mittel: Tabak, Kaffee, Tee und Kakao, die wir aber (denTabak vielleicht ausgenommen) bis zum Schlüsse der früh-kapitalistischen Periode ebenfalls nur auf dem Tische desReichen uns vorstellen dürfen, die wir also durchaus nochzu den Luxusgütern rechnen müssen.
Folgende Ziffern geben eine annäherungsweise richtige Vorstellungvon der Ausdehnung des Konsums der wichtigsten Genußmittel in denvergangenen Jahrhunderten.
1668. . • .
.100 tt
1710. . . .
. 1420 Ztr.
1731. . . .
.8168 „
1761. . . .
. ... 26192 „
1784. . . .
. . . . 86083 „
Nehmen wir an, die Hälfte davon sei in England verblieben unddort verzehrt, so würde sich (die Bevölkerung bezifferte sich nach denErmittlungen Finlaisons 1700 auf rund 5, 1750 auf rund 6, 1800 auf9,187 Millionen) ein Verbrauch auf den Kopf der Bevölkerung
1700 von rund.0,01 tt
1730 „ „.0,08 .,
1760 „ . 0,2 „
1784 „ „.0,5 „
ergeben, während 1906 im Vereinigten Königreich 270 Millionen tt Teeverzehrt wurden, also rund 6V2 tt auf den Kopf, 30—35 tt auf dieFamilie. Deutlicher noch wird das Bild, wenn wir folgende Berechnung