Der Luxus und der Handel
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Kaffee.
Pfeffer und Zimt.
Mousselines.
Indische Linnen.
Porzellan.
Seide.
Tee .
Div., wie Seidenstoffe, Muscheln,spanische Rohre (rotins), Salpeter
3248000 fr.2449000 „12000000 „10183000 „200000 „1382000 „3399000 „
3380000 „36241000 fr.
Bezahlt wurden diese Waren entweder mit dem Geldeder amerikanischen Silber- und Goldminen (die Hauptmasse)oder mit einheimischen Erzeugnissen, namentlich Textilwaren.Unter diesen waren gewiß schon minderwertige Massenartikel,namentlich zur Bekleidung der Neger und Malaien, wohlauch der Mittelschichten in den von Europäern besiedeltenKolonien, wie denen Nordamerikas ( weil in ihnen die Er-zeugung gewerblicher Produkte größtenteils verboten war).Aber für die Gesamtbewertung des überseeischen Handels injener Zeit ist das belanglos: dieser bleibt trotzdem ein Kinddes Luxuskonsums, bleibt eine exklusive Privatangelegenheitder reichen Leute, durch deren Luxusaufwand er allein seinDasein fristet. Denn wenn die hereingebrachten Waren, wiewir gesehen haben, Luxusgüter waren, so bleibt es sich gleich,welcher Art die hinausgeführten waren: sie sind ja nur diezufällige Form der Bezahlung. Der ganze Handel wäre nichtda ohne die Einfuhr der Luxusgüter, da ohne sie die Leutedrüben auch die europäischen Waren nicht kaufen könnten.(Eine Ausnahme hiervon machen nur die Edelmetalländer:nach den von Alexander von Humboldt mitgeteiltenhandelsstatistischen Ausweisen 140 führte Mexiko im Jahre 1802von Spanien ein für 20390859 Piaster, dagegen an Warenaus nur für 8416 930 Piaster; den Rest bezahlte es mit seinemSilber.)
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