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1 (1913) Luxus und Kapitalismus
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Der Luxus und die Industrie

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artige Betriebsorganisationen ausgebildet worden, die mir inkeinem anderen Gewerbe bekannt geworden sind: man schuf(in Frankreich ) förmliche Alumnate, in denen die Arbeiterinnenwohnten und speisten und wohl auch ihre Unterweisungenempfingen. Wir sind über solche Anstalten durch eine Reihevon Etatsaufstellungen unterrichtet 216 .

1699 reicht ein Cldment de Gouffreville für eine in St. Denis zuerrichtendeManufacture de dentelles folgenden Kosten-anschlag ein:

für den Faden p. a. 6 000 1.

20 Betten für die maitresses. 1 000

200 apprentisses et ouvrieres 6 000

400 Paar Überzüge dafür. 1 600

40 für die maitresses . . . 400

Tischservice. 500

Tischwäsche. 500

Gage der maitresses ä 200 1. 4 000

Verköstigung der apprentisses ä 100 1. . . . 20 000

usw. _

Insgesamt 96 300 1.

c) Die Spiegelfabrikation wird auf ganz breiter,großkapitalistischer Basis betrieben; in Frankreich machensich 1704 zwei Gesellschaften Konkurrenz: die von Dombesund die von St. Gobain, Tour la Ville und Paris. Diese hattezwei Jahre vorher Antoine Dagincourt, ein reicher Pariser,für 990000 1. angekauft 217 . Die Spiegelmanufaktur in Fau-bourg St. Antoine beschäftigte 500 Arbeiter. Mercier be-schreibt uns die Einrichtung dieses Etablissements, wo ineinem Schleifsaal 400 Arbeiter beschäftigt waren 218 .

d) Die Porzellanindustrie ist die Luxusindustriepar excellence im 18. Jahrhundert. Porzellanmanufakturen mitmehr oder weniger staatlicher Organisation werden errichtetin folgenden Städten: 1709 Meißen, 1718 Wien , 1720 Höchst,1740 Vincennes , seit 1756 Sövres, 1743 Capo di Monte beiNeapel, 1744 Fürstenberg, 1750 Berlin , 1755 Frankenthal,1758 Nymphenburg und Ludwigsburg, 1772 Kopenhagen.Daneben wimmelte es aber von privaten Unternehmungen 219 .