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Fünftes Kapitel: Die Geburt des Kapitalismus
parce qu'ils ont besoin de tous les etats. La vie des artisans est rangee;on dirait qu’etant voues ä des occupations plus utiles que celle desarts de luxe ils en sont rdcompenses par le calme de la conscienceet la tranquillite de la vie. Un menuisier a un air de probite que n’apoint le peintre en email.“
„Gemischt“ wollen wir diese Gewerbe im Gegensatz zuden reinen Luxusgewerben nennen, weil sie sowohl für denFeinbedarf als auch für den Grobbedarf arbeiten.
Natürlich kann es sich auch hier nicht darum handeln,eine vollständige Übersicht sämtlicher Gewerbe, die in Be-tracht kommen, zu geben. Es genügt wiederum, wenn ichan den wichtigsten die Richtigkeit meiner Gedankengängeerweise.
a) Die Wollindustrie. Unnötig zu sagen, daß dieWollindustrie neben der Seidenindustrie das wichtigste Ge-werbe der frühkapitalistischen Epoche war. In der Woll-industrie wurden Gewebe für die Armen und Gewebe für dieReichen hergestellt, selbstverständlich. Wo wir aber auf eine„blühende Wollindustrie“ stoßen, die der Stolz ihrer Staatenund Städte ist, die deren Reichtum begründet, ist es immereine solche, die feine, kostbare Gewebe herstellt, ist es eine„Luxusindustrie“ und ist sie frühzeitig kapitalistisch oder gargroßbetrieblich organisiert (bis die Lieferung für den Heeres-bedarf auch eine bedeutende kapitalistische Weberei begründet,die Massengüter erzeugt).
Anders ausgedrückt: soweit die Wollindustrie am Auf-bau des modernen Kapitalismus beteiligt ist, ist sie eine Luxus-industrie.
Vielleicht die früheste durchgängig kapitalistisch organi-sierte Industrie großen Stils ist die Florentiner Woll-weberei. Daß sie zusammen mit der Seidenindustrie den Glanzund die Macht von Florenz begründet hat (soweit diese nichtin reinen Geldgeschäften ihr Fundamentum hatten), ist all-bekannt. Daß sie in der Tat frühzeitig, wahrscheinlich schonseit dem 13. Jahrhundert auf kapitalistischer Basis ruhten,