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1 (1913) Luxus und Kapitalismus
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Fünftes Kapitel: Die Geburt des Kapitalismus

stuffs etc. and consume a very great quantity 382 . In Ruß-land insbesondere sind der Zar selbst, sein ganzer Hof mitallen Vornehmen von Petersburg bis Moskau und hinunter bisAstrachan innerhalb der letzten paar Jahre (heißt es 1745im Complete English Tradesman) zu den englischen Wollstoffenübergegangen, die sie alle tragen:to the infinite increaseof our trade tither.

Die Frage, die sich uns aufdrängt, ist nun diese: lassensich die Unterschiede zwischen Grob- und Feinweberei in derenglischen Wollindustrie in der Verschiedenheit der Wirt-schafts- und Betriebsformen verfolgen ? Diese Frage ist, sovielich sehe, bisher noch nicht gestellt worden, obwohl sie mirdoch eine der wichtigsten in dem ganzen, weitschichtigenProblem zu sein scheint.

Wenn ich auf Grund des vorliegenden Materials die Fragezu bejahen wage, so geschieht es doch mit allem Vorbehalt.Die Tatsachen, aus denen wir uns unser Urteil bilden müssen,sind folgende: am Ende der frühkapitalistischen Epoche be-standen in der englischen Wollindustrie, wie man weiß, zweiOrganisationssysteme nebeneinander 288 : die kapitalistischeHausindustrie und das Handwerk. Jene, die man auch alsdas Westenglische System bezeichnete, herrschte in West-england, aber auch im großen Webereibezirk des Ostens, inNorfolk usw., und im Süden.

Das Handwerk war jedoch noch ziemlich intakt in demnördlichen Bezirk, in Yorkshire. Die beiden Gebiete, derNorden und die übrigen Teile, unterscheiden sich vor allemals die Gebiete des Streichgarns und des Kammgarns. Ausden gekämmten Wollen wurden aber die ganz feinen Tuche,Flanelle usw. gefertigt. Waren es also die hochwertigen Waren,die Luxusgüter, die aus dem Gebiete der kapitalistischen Organisation kamen, während die Erzeugung der gröberen,minderwertigen dem Handwerk verblieben war?

Es mag auch noch daran erinnert werden, daß die manu-