Ans der Berlinischen Zeitung vom I. 1761. 167
und gleich drauf Peter. Tcr wahre (5arl Mallct aber, ein Cisiercic»!scrmönch, welcher 1658 starb und sich durch sein Werk cle Ilivrnrclu-,^ imo veelc-l'i-L mililnnlis bekannt gemacht hat, ist gar weggeblieben.Überhaupt ist kein einziger Artickcl von den 6 Maliers richtig.Franciscus Massavia hat Anmerkungen über das 9te Buch der na-türlichen Geschichte des Plinius geschrieben, welche 1638 (nicht 1637)zu Basel bey Frobenio herausgekommen sind. Eben diese Aumcrkuu-gen werden i» dein gleich folgenden Artickcl dem Hicronymus Mas-saria zugeschrieben. Hatten dergleichen Fehler wenigstens nicht deinCorrcctor sollen in die Augen fallen? Was hilft denn die vollständigsteAnführung der Schriften jedes Gelehrten, wenn sie bey Hoinonymisunzähligmal verwechselt werden? Hier ist nicht der Ort uns weitereinzulassen, ob es gleich ohne Mühe geschehen könnte. Wir wollennur noch erinnern, daß es uns ein sehr geringes Verdienst zu seynscheint, die Leben der Gelehrten ans schon bekannten BiographiS undWörterbüchern zusammen zu schreiben, wenn man es mit keiner prü-fenden Genauigkeit thut. Besonders müssen wir die Leser vor dasje-nige warnen, was man aus dem allgemeinen historischen Lcrico gezo-gen hat. Fast jeder Artickcl welcher sich mit einem II 1^ schließt
Iiio nIZei' oll, Ilune 1u, limn.ine, cnvelo!WaS sollen wir aber von denen sagen, wobey gar kein Wchrman»steht? Tiesc sind größtcnhcils noch schlechter. Auch von den bekann-testen Männern weiß man nichts zn sagen; z. (5. der berühmte Neelor der Schule zu Tclst, Thomas Munr'er heißt ein ^riticuS zuLeiden und Amsterdam , welcher zwischen 16711 und 168(1 slorirte,Wann sich jemand etwa wundern sollte, wie ans einem mäßigen Bandein groß Octav vier ziemliche Quartantcn werden können, dem wolle»wir das ganze Geheimniß entdecken. In dieser Ausgabe ist erstlicheine Schrift genommen worden, welche das, was man vorher auf 4Seiten gelesen hat, auf einen ganzen Bogen hringt; zweitens sind dieBüchcrtittcl, obgleich weder ganz noch halb, dazu gekommen; drittenshat man eine unzählige Menge der allcrdunkelsic» Männer mit hinein-gebracht, von welchen man ohngefehr etwas in den Bücherverzeichnissen,wenn es auch nur eine Predigt oder Disputation seyn solle, gesunde»hat. Man urtheile also, ob es nicht hcsscr gewesen wäre, wen» manein so brauchbares Buch in seiner allen Form gelassen hätte, und nurdahin bedacht gewesen wäre, es von den anstößigen Fehler» zu be-