168 Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1761.
freyen, anstatt daß man durch unnöthige Vermehrungen ganze Le-gionen von neuen Fehlern hineingebracht hat. Kostet in den VoßischcnBuchhandlungen 4 Thlr.
(12. Jun.) Frankfurt lind Leipzig . Belustigungen auf demLande, bey Hofe und in der Stadt; worinne vcrschiedne sowohl angenehme als auch andre geheime historische Nachrich-ten enthalten. ?lus dem Französischen iiverseyt. In der Rnoch-und Eßlingerschen .Buchhandlung. 1751. in 8t. 1 Alph. 4 Bogen.Diese Sammlung kleiner Geschichten, wo Erdichtung und Wahrheit mehrauf eine ergötzende als unterrichtende Art vermischt ist, enthält folgendeStücke, welche sich mcistenthcilS müßige Frauenzimmer bey Hofe, ans deinLande und in der Stadt vorlesen oder erzählen. 1) Die thörigtc Klug-heit, 2) der stumme Plauderer, 3) die gezwungene Sympathie oderder doppelte Tausch, 4) Mclchu-Kina, 5) Achinet Eeduc, 6) Saladin ,7) Robert von Artois , 8) Socrates, 9) Eabrini, 1«Z) Scandcrberg,11) Elisabeth von Anjoulcmc Königin von Engclland und Gräfin vonder Mark. Den Werth von jeder dieser Erzählungen mögen diejenigenbestimmen, welche Zeit haben sie alle zu lesen. Wir haben die beydenersten dnrchlauffen. Die thörigtc Klugheit ist erbärmlich. Der stummePlauderer ist artig, und enthält einen Stoff, welcher sich unter gehö-rigen Veränderungen auf dein Theater vortrcflich ausnchmen würde,besonders wenn man Schauspieler beschäftigen wollte, welche das stummeSpiel in ihrer Gewalt haben. Kostet in den Voßischcn Buchlädcuhier und in Potsdam 8 Er.
(1!). Iun.) Frankfurt und Leipzig . Des Herrn von L°°moralische Gedichte herausgegeben von Naumann. Bey Da-niel Christian Hechtcl. 1751. in 8t- 16 Bogen. Da man jctzo sogeschäftig ist, die geringsten Kleinigkeiten, welche ans der Feder desHerrn von Locn geflossen find, zu sammeln und der Welt mitzutheilen,so wäre es nicht halb recht gewesen, wenn man uns diese Gedichtelänger vorenthalten hätte. Wir glauben, daß sie Beyfall finden wer-den. Der Hr. Herausgeber bestimmt ihren Werth in seiner Vorrede.Wir sind aber versichert, daß er ihn etwas anders würde bestimmethaben, wenn er nicht der Herausgeber wäre. Er zeigt in eben dieserVorrede, worinne er die Vcrgleichuug der Dichtkunst uud Mahlerey desHerrn Brcitingcrs glücklich fortsetzt, zu viel Einsicht in das Innere derPoesie, als daß man nicht glauben solle, er habe in einigen Stellen mehr
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