Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
169
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AuS der Berlinischen Zeitung vom I. 1751. M>

sagen wollen, was ein Kenner in den Gedichten des Hrrn von L"suchen, nicht aber was er finden werde. Sie bestehen aus zwey lan-gen Gedichten, welche TamonS Landlust und Dämons Unlust über-schrieben sind, aus Erzählungen, aus Cantaten und einigen kleinen theilsübersetzten, theils eignen französischen und deutschen Stücke». Hier isteines von der letzter» Art:

Die glücklichsten Neigungen,

Ein stets vergnügter Muth, ein immer gleicher Freund;

Die Weisheit die nicht schreckt, wann sie erhaben scheint;

Ein Buch das mich ergötzt, indem cS unterrichtet;

Was schönes das mich rcitzt, doch weiter nicht verpflichtet;

Feld, Mahlerey, Musick, ein wohlbcrittncs Pferd;

Wer mchrers noch verlangt, der ist nicht dieses werth.Der prosaische Aufsatz, welcher unter den Erzählungen sieht, das Glückund die Tugend ist schön, und wird vielleicht bey manchen den Einfallerwecken, daß der Herr von Locn in seiner Prosc poetischer ist als inseiner Poesie. Gleichwohl müssen wir gcsichcn, daß auch diese auf ciucrSeite mehr Schönheiten hat, als iu inancheu sogenannten auserlese-nen deutschen Gedichten auf ganzen 24 Bogen nicht aufzutrcibcusind. Kostet iu den Aoßischcn Buchlädcu hier und in Potsdam 8 Er.

(22. Iuu.) Cölln. Das Lob der noch lebenden unbekann-ten Schriftsteller in den berühmtesten Gegenden von Westpha-len: aus bewährten und unumftöslichen Urkunden zusamincn ge-zogen und aufgesetzt von einem Landmanne und patriotischenVerehrer ihrer großen Verdienste B> G- R- Kuni tt^u«? »-er-»e«, ?e//iu«i, ,m» <?«!»!« 25cy Peter Kammer. 1761.

in 4ro. auf 6^ Bogen. Man darf der scharfsichtigste nicht seyn, denin einen Lobrcdncr verkleideten Satyr zu erkennen. Jener Dichter,welchen die deutschen Musen nie aufhören werden von den französischenzurück zu fodern, ging vielleicht in seinem Eifer zu weit, wann ervon seinen Landslcutcu sagte: Geb, o Schwift/ aus Dublin , durch-streiche »och einmal die Fluthcn, und komm und mahle uns mirkühnem Pinsel unsere Rahoos, diese Machinen, leer des na-türlichen Triebs, voller Eigensinn, welche den Menschen glcichen und von ihnen nichts als die Laster haben. Hier sinddie Z^ahoos, die ungeheuren Zusammensetzungen sich widersprechcndcr Fehler, dumme Verschwender, unverschämt aus Stolz,