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2 (1913) Krieg und Kapitalismus
Entstehung
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Einleitung: Das doppelte Gesicht des Krieges

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nous sommes depuis trente ans, tout homme frangais, soit enparticulier, soit en gönöral, se voit ä chaque lieure sur lepied de lentier renversement de sa fortune. (Montaigne.)

Und was als schlimmste Folge der ewigen Kriege emp-funden wurde: die entlassene Soldateska ebenso wie die ver-armten Edelleute ergreifen das Räuberhandwerk: Bandendurchziehen die Lande: eine Geißel für Städter und Land-mann. Schließlich verwildert die Bevölkerung selbst: sie istnicht wie ehedem nüchtern und brav, das Elend, der An-blick des Blutes, der Krieg haben sie verschmitzt und rohgemacht, heißt es wieder in dem Berichte Cavallis.

Wir haben heute gelernt, diese Schilderungen für über-trieben zu halten. Wir wissen, daß die zeitgenössischen Schrift-steller den Mund etwas zu voll nehmen, sobald sie auf dasElend des Krieges zu sprechen kommen. Man hatte sichschließlich in eine gewisse Wehleidigkeit und ein Gebarmehinein geklagt. Immei'hin: mancher Schaden wird von derSoldateska dem Bürger und Bauern zugefügt sein.

Wir besitzen für ein Land sogar eine ziffernmäßige Be-rechnung dieser Schäden, die der Volkswirtschaft währendeines langen Krieges zugefügt worden sind, meines Wissensdie einzige aus so früher Zeit: für Piemont im spanischenErbfolgekriege. Diese Schadenrechnung lautet wie folgt 2 :

Brände, verursacht vom Feinde. 4184608 1.

Verbündeten , . 691826

Wegnahme von Vieh vom Feinde .... 1492032

Verbündeten . . 325412

Ausfuhr von Mobilien und Vettovaglia esclusi

li foraggi, Feind. 16322235

Verbündeten. 4985637

Zerstörung von Fruchtbäumen, Feind . . 3810 882

Verbündete 2335 690

Kontribution an den Feind bezahlt . . . 3177093

37325415 1.