Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1751. 185
derbare Begebenheiten und Reisen nach Frankreich / Ost- undWestindien und in die Südsee, grostentheils von ihm selbstin Dänischer Sprache beschrieben, nach seinem Tode aber insDeutsche übersetzt und herausgegeben von Gluf Friedrich JakobJakobsen. Erster Theil. 1751. 1 Alph. 12 Bogen. Der Herausge-ber will das dänische Manuskript dieser Geschichte 1749 in Jütland von einem Manne erhalten haben, welcher an dieser Geschichte selbstgroßen Antheil hat. Er mußte es ihm versprechen, sie, doch erst nachseinem Tode herauszugeben. Dieser erfolgte kurz darauf und er fängtan sein gegebenes Wort zu erfüllen. Er giebt sich für einen gcbohr-neu Dänen aus, weil er aber in Deutschland aufcrzogcu seyn will,und daher seiner Muttersprache weniger gewachsen zu seyn glaubt, alsder deutschen , so hat er das ihm anvertraute Werk lieber in einerttcbcrsctzung als in dem Originale herausgeben wollen. Ohne die Wahr-heit dieser Umstände zu untersuchen, müssen wir gestehen, daß er füreinen Ausländer ziemlich deutsch uud für einen Deutschen ziemlich aus-ländisch schreibt. Die Geschichte die er mittheilt ist wunderbar genug,und er verspricht, daß sie in den künftigen Theilen noch wunderbarerwerden wird. Ein Versprechen, das ohne Zweifel nicht wenige auf-muntern dürfte, sie zu lesen. Dieser erste Theil kostet in den Voßi-schcn Buchlädcn hier und in Potsdam 10 Er.
(19. Oct.) Frankfurt . Versuche in 'westphälischen Gedichtenvon E. C. Kae^e l-ei'-a«, z/ei'unt <j»uas c?iAmn /e^i ^ii?!^
^ci'!/?/-»'»«. //o,»itns. Frankfurt , bey Joh. Friedr. Fleischer.17Z1. in 8t. 9 Bogen. Es war eine Zeit, da ein schweiyerischerDichter ein Widerspruch zu seyu schien. Der einzige Hallcr hob ihn.Warum soll man nicht glauben, daß Hallcr, als er über den Titelseiner ewigen Gedichte bey sich eins geworden, ihren ganzen Werthempfunden, und nur aus Ueberzeugung dieses Werths sein Vaterlandzum Mitgcnosscn seines Ruhms gemacht habe? Von dem Verfasserder Versuche in westphälischen Gedichten eben das zu sagen, würdevon einer Satyre eben so wenig unterschieden seyn, als er von demVerfasser der poetischen Erzchlungcn, die vor einem Jahre herauska-men, unterschieden ist. Seine Arbeit ist nicht die schlechteste; manwird Stellen darinnc finden, die ein Genie verrathen, welchessich das mechanische der Poesie eigen gemacht hat. Ob ihn aberseine Lcmdsicutc zum Model des westphälischen Witzes annehmen möch