Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186 Aus der Berlinischen Zeitung vom I.

ten, daran zweifeln wir. Die Ode auf die Musik hat man schon inden Nachcifcrungen in den zierlichen Wissenschaften gelesen. Warumaber der Verfasser dort F. A. ConSbruch und hier E. Consbruch heißtdas wissen wir nicht. Das letzte Gedichte in diesen Versuchen ist ansein Vaterland überschrieben. Es soll eine Wicdcrlcgung des Ver-fassers der Untres clivorles seyn, welcher vielleicht alle Tugenden, nurdie Liebe des Vaterlandes nicht besitzet, wenn sie anders eine ist. DieWahrheit zu gestehen; wenn wir entweder auf unser Vaterland sinn-reich lästern, oder es elend vertheidigen sollten, wir wehlten das erste.Neugierigen Lesern zum Anbiß wollen wir folgende Erzchlung von der118tcn Seite hierher setzen.

Harpagon.

Als Harpagon, der sich zum reichen Mann gelogen,

Sein einzig Kind dem alten Veit versprach,

Ward Agnes nicht zu Rath gezogen;

Denn Veit ließ ihm den Brautschatz nach.

Man führt das arme Kind mit Thränen zum Altare,

Wo Veit sein Jawort keuchend sagt:

Ein Wort, das mancher viele Jahre

Mit Schmerz bezahlt und oft beklagt.

Sie schweigt bestürzt und weint, der Priester neigt sich hin,

Und fragt: Erkläret euch; ihr wollt den Bräutgam doch?

Ach, spricht sie, guter Freund! ihr seyd der erste noch,

Von dem ich dicscrhalb um Rath gefragn bin!Sonst nennt man die Erzchlungen nach der Hauptperson, und hier istsie wenigstens nicht Harpagon. Kostet in den Vossischcn Buchlädenhier und in Potsdam l> Gr.

(I. Nov.) Paris , ^tnnl/emen« t?'?t» /^i'i/oniii'e?'. ?aine, neoinvtc/eo, /«is me /iiei' iii« »i«?^«-»,' //e» ini/ii/ ^«oc^ Nomina «onKoel »'« tun/ en c/eu.v pa^i-e«. 1751. in 12, Der erste

Theil auf 124 Seiten/ der zweite auf 104. Das Andenken tugend-hafter Thaten und unschuldig gclcbter Jahre ist der angenehmste Zeit-vertreib, allein nur für einen philosophischen Geist, welcher sich andem eignen Bcyfalle, den er sich zu erkennt, zu ergötzen gelernt hat.Das Andenken genossener Ergötzungen kau auch ein Zeitvertreibseyn, der aber nothwendig einem verwöhnten Geiste endlich zur Mar-ter werden muß, wenn er sich in einem Stande sieht, der die Fort-