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2 (1913) Krieg und Kapitalismus
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Drittes Kapitel: Die Bewaffnung der Heere

dieser Länder Kanonen auf 103 . 1331 soll Alicantes beschossensein mitpelotas de hierro, que se lanzaron con fuego 104 .

Von Schiffsgeschützen erfahren wir zuerst im Jahre1338: in diesem Jahre finden wir drei eiserne Kanonen undeine Handkanone mit Kammern unter den Ausrüstungs-gegenständen desChristophe of the Tower, einem Königs-schiff; dieMary of the Tower hat eine eiserne mit zweiKammern und eine bronzene mit einer Kammer;Bernardof the Tower endlich hat zwei eiserne Kanonen 105 . Abererst seit 1373 werden Kanonen, Pulver, Geschosse häufigerunter dem Bestände der englischen Schiffe erwähnt.

In Deutschland war der erste, der ein Pulvergeschützgebraucht hat, Herzog Albrecht II. von Braunschweig -Gruben-hagen bei der Verteidigung seines Schlosses Salzderhelden imJahre 1365 106 .

Im folgenden Jahrhundert hat schon alle Welt Kanonen:außer den Fürsten die Seigneurs, die Städte, die Korporationen.Zur vollen Entfaltung sehen wir die Artillerie am Ende des15. Jahrhunderts in den Armeen Karls VIII. gelangt, derbereits vier Geschütze auf tausend Mann rechnete. Diewachsende Anzahl der zur Verwendung gelangenden Kanonenläßt der folgende Abschnitt erkennen.

2. Die Handfeuerwaffen

Die erste Verwendung der Handfeuerwaffen verliert sichauch ins 14. Jahrhundert. Aber während des ganzen 15. Jahr-hunderts treten sie doch neben den alten Trutzwaffen in denHintergrund. Wenn es im Reichsabschied von 1431 heißt 107 :daß jeglicher sollhalb mit büchsen und halb mit armbrüsten,pfeilen, blei, pulver und was dazu gehöret versehen sein, sodürfen wir annehmen, daß dies Verhältnis der 'Waffengattungenvon 1:1 nicht mehr wie ein frommer Wunsch war. Selbstim Jahre 1467, wo ein Reichsabschied den Kampf wider dieTürken organisiert und dieselbe Bewaffnung für das Fußvolk: