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Drittes Kapitel: Die Bewaffnung der Heere
allem können wir mit hinreichender Deutlichkeit verfolgen, wierasch und wie nachhaltig sieh dieser Bedarf während derverhältnismäßig kurzen Spanne weniger Jahrhunderte odergar Jahrzehnte ausdehnt; denn die erste entscheidendeSteigerung fällt wiederum in das 17. Jahrhundert.
Wie beträchtlich der Bedarf an Waffen wurde, könnenwir mit Händen greifen, wenn wir ganz kleine Fürstentümeroder Staatsherrschaften auf ihren Waffenbedarf hin ansehenund selbst in ganz beschränktem Rahmen großen Ziffern be-gegnen. Ich greife als Beispiel wiederum das HerzogtumBraunschweig-Wolfenbüttel heraus, weil wir über die ge-schichtliche Entwicklung seines Waffenwesens eine ganz be-sonders gewissenhafte und eingehende Darstellung besitzen.Da kostet (im 17. Jahrhundert) eine einzige Belagerung40426 TI r. nur an Munition 189 , über deren Verwendung unsunterrichtet folgender „Summarischer Extrakt von dem Muni-tionsverbrauch in der Belagerung Hildesheims , aufgenommenund von der Kriegs-Commission, d. d. Hildesheim 7. September
unterschrieben“:Pulver.
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24 Pfünd.-Kugeln .
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Was schon im 10. Jahrhundert als Artilleriebedarf eines