III. Der Bedarf an Waffen
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kleinen Heeres (von 10000 Fußgängern und 1500 Reitern)angesehen wurde, ergeben folgende Aufstellungen:
Ein Überschlag, was von Geschütz für ein Heer von 10000 Fuß-gängern und 1500 Reitern nötig ist, vom Jahre 1540 im Stadtarchiv zuStuttgart , verlangt 140 :
4 Scharfmetzen, 4 Nachtigallen, 4 kurze und 2 lange Sängerinnen,4 große Schlangen, 8 Falconen, 12 Falconetten, 2 Feuerbüchsen, 2 großeund 2 kleine Mörser.
Das gesamte Metall: 1180 Ztr. kostet . - . 9 440 G.,
Räder und Gestell . ,. 2 000 „
Die Kugeln.2 315 „
600 Ztr. Pulver. 8400 „
Zusammen 22 155 G.
„Notaverzeichnis, was in einem kleinen Feldzug an Geschütz ge-hört“:
3 Scharfmetzen (70 Pfd.) für jede 200 Kugeln 60 Ztr. Pulver,
4 Quarten
(40
n ) n
33
250
50
rt
33
4 Notschlangen
(20
33 ) n
33
300 „
45
33
3 )
6 Feldschlangen
(11
» ) »
rt
300 „
24
n
n
6 Halbschlangen
( 8
n ) »
33
350 „
18
rt
n
6 Falconet
( 6
33 ) n
rt
400 „
12
rt
33
60 Hacken, dazu
20 Ztr. Blei und
8
»
33
Alle Kugeln und Blei wiegen zusammen 1541 Ztr.,
Alles Pulver. 892 „
Zum Transport gehören 66 Wagen und 330 Pferde U1 .
Danach läßt sich leicht bemessen, was von großen Heerenbedurft wurde. Um nur ein paar Ziffern zu nennen: Als dieArtillerie Wallensteins in Schlesien zugrunde gegangen war(beim Antritt des zweiten Generalates), schlug er selbst diezur Wiederbeschaffung nötige Summe auf 800000 fl. an 142 .
Sully gibt während seiner Regierung 12 Millionen Francsfür Waffen und Munition aus 14S . Und die Arsenale enthaltenbei seinem Tode noch: 400 Geschütze, 200000 Kugeln,4 Millionen Pfund Pulver.
Ein ganz besonders gieriger Waffenkonsument wurde dieKriegsflotte.
Die Felicisima Armada führte mit sich: