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Drittes Kapitel: Die Bewaffnung der Heere
2431 Kanonen, davon 1497 bronzene, 934 eiserne;.7000 Arkebusen, 1000 Musketen (außerdem noch 10 000 Piken,6000 Halbpiken, Schwerter, Äxte usw.). Für die Kanonenwaren 123790 Schüsse (50 im Durchschnitt) vorgesehen 144 .
Der Bestand der französischen Schilfskanonen versieben-fachte sich unter aer Regierung Colberts : er stieg von 1045im Jahre 1661 auf 7625 im Jahre 1683, und zwar kam dieVermehrung im wesentlichen den eisernen Kanonen zugute,deren es 1661 erst 475, 1683 dagegen 5619 gab 145 .
Dasselbe mächtige Emporwachsen zeigt uns die englischeSchiffsartillerie. Der Bestand auf den Schilfen war 146
1548: 2087 Kanonen1653: 38401666: 44601700: 8396
An Munition führte ein Schilf wie der Henry Grace äDieu (also schon ein Schiff des 16. Jahrhunderts) mit sich4800 Pfund Serpentin- und 14400 Pfund gekörntes Pulver 147 .
Die Armierung des Sovereign of the Seas, des Pracht-schilfes Karls I., die aus 102 bronzenen Kanonen bestand,kostete SS 24753—8 sh—8 d 148 .
Abermals lernen wir einen ganz neuen Zug in der Bedarfs-gestaltung kennen, der allem Mittelalter fremd war, und deroffenbar aus dem Interessenzentrum der Kriegsführung in dieGüterwelt hineingetragen wurde: das Bedürfnis einerraschen Befriedigung des Bedarfs. Nicht nötig zu sagen,daß mit diesem Streben nach Beschleunigung des Produktions-prozesses die Menschheit wieder einen Schritt aus ihrer natür-lichen Daseinsweise, aus ihrem organischen Wachsen heraus aufdie Bahn der künstlichen und mechanischen Lebensgestaltung tat.Solange Produktion von Gütern eine vitale Betätigung leben-diger Menschen war, folgte sie ebenso den Gesetzen dieserblutdurchströmten Personenheiten, wie der Wachstumsprozeß