Druckschrift 
2 (1913) Krieg und Kapitalismus
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

II. Der Bedarf an Lebensmitteln

12 7

führen 233 . Diese höheren Ansprüche an das Verpflegungs-wesen hingen damit zusammen, daß man seit der Mittedes Jahrhunderts ganz andere Gepflogenheiten bei der Hand-habung der Kriegsschiffahrt walten ließ. Bis in die ZeitHeinrichs VIII. hatten die Flotten Soldaten gelandet undwaren umgekehrt; oder sie hatten den Feind geschlagenund waren umgekehrt: nun begann die Ära der langenFahrten.

Was aber schon im 16. Jahrhundert an Proviantmengenhei größeren Unternehmungen in Frage kam, zeigen die Be-stände an Nahrungsmitteln, die die spanische Armada imJahre 1588 mit sich führte. Wir sind auch darüber sehrgenau und zuverlässig unterrichtet und wissen, daß die195 Schiffe dieser Flotte an Bord nahmen 233 :

110000 Zentner Biskuit,

11117 Mayors (ä 56,2 gal.) Wein,

6000 Zentner Schweinefleisch,

3000 Käse,

6 000 Fisch,

4 000 Eeis,

6000 Fanegas (ä 1,5 bush.) Erbsen und Bohnen,

10000 Arrobas (ä 3,5 gal.) Öl,

21000 Essig,

11000 Pipen Wasser.

Im 17. Jahrhundert häuften sich die Gelegenheiten, indenen so große Massen Proviant in kurzer Zeit daS gabdem Ganzen erst sein eigentümliches Gepräge aufgebrachtwerden mußten. So erfahren wir beispielsweise von einerplötzlich auftretenden Nachfrage hei der englischen Flottenach 7 500000 lbs. Brot, 7 500000 Ibs. Beef und Schwein,10000 Fässern (butts) Bier, außer Butter, Käse, Fisch usw.,was alles binnen ganz kurzer Zeit (die Länge ist nicht an-gegeben) zu beschaffen ist 234 .