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Fünftes Kapitel: Die Bekleidungder Heere
I. Die Bekleidungssysteme
Den Anfang macht auch hier die Eigenfürsorge jedesKriegers für seine Bekleidung. Der Landsknecht brachteseine Anzüge mit, so wie er sie für gut hielt. Aber auchdie Krieger in den Ordonnanzkompagnien Karls des Kühnen(1471), also schon einer Art von „stehendem Heer“, habennoch selbst für ihre Bekleidung (ebenso wie für ihre Be-waffnung) zu sorgen 294 . Denselben Zustand treffen wir aufder englischen Flotte zur Zeit der Elisabeth an 296 .
Wenn eine höhere Instanz sich um das Bekleidungswesenzu bekümmern anfängt, so geschieht es manchmal, ähnlich wiewir es bei der Beköstigung schon kennen gelernt haben, inder Form einer indirekten Fürsorge: man überläßt es zwardem einzelnen Krieger noch, sich nach eigenem Gutdünkenund auf seine Kosten zu equipieren, achtet aber darauf, daßer gute und preiswerte Ware beim Einkauf vorfindet.
So verfuhr die englische Regierung auf ihrer Flotte im 17. Jahr-hundert: 1623 werden den Matrosen „slop clothes“ zum Kauf von denProviantmeistern angehoten; wir erfahren auch, aus welchem Grunde:weil die Mannschaft zu arg verlumpt und verdreckt einherging und eszu sehr auf dem Schiffe stank und die Gefahr ansteckender Krankheitendurch diesen Schmutz heraufbeschworen wurde: „To avoyde nastiebeastlyness by continuall wearinge of one suite of clothes and therebiehoddilie diseases and un wholesome ill smells in every ship . . .“ a96 . Aberda der Ankauf solcher Slop-clothes nicht obligatorisch war, die Preiseaber den Leuten zu hoch erschienen, so fanden die schönen Sachen