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III. Vergrößerung, Zusammenballung und Uniformierung usw. 163
Ferner hatte er dafür zu sorgen, daß die Mannschaft inregelmäßigen Zwischenräumen neu bekleidet wurde, wofürer (wie wir wissen) die Kosten durch Abzüge von der Löhnungoder dem „Tractement“ des Reiters bestritt 829 .
Im übrigen ist die Gestaltung der Bekleidung um jeneZeit außerordentlich mannigfaltig, oft von Regiment zuRegiment und innerhalb eines Regiments von Jahrfünft zuJahrfünft verschieden, so daß es eine Geschichte der Armee-bekleidung eigentlich nicht gibt, sondern nur eine Geschichteder Bekleidung in den einzelnen Regimentern. Das oftzitierte Standardwerk hat jetzt erst das nötige Material zurBeurteilung herbeigeschafft, und uun sieht man erst, wie buntdie Kleidung des brandenburg-preußischen Heeres im ganzen17. Jahrhundert noch war. Das Urteil, das ein vortrefflicherKenner der alten Armee vor ein paar Jahrzehnten fällte 330 :in Brandenburg-Preußen ist die Infanterie schon bei Beginnder Regierung des Großen Kurfürsten uniformiert, die Ka-vallerie ist es am Ende, wird sich wenigstens in seinem erstenTeile auf Grund der jetzt zutage geförderten Quellen kaumaufrechterhalten lassen. Wir werden vielmehr sagen müssen,daß das Prinzip der Uniformierung vom Großen Kurfürstenzum fast völligen Siege während seiner Regierung gebrachtworden ist. Jedenfalls ist die Kleidung der preußischenArmee zu Beginn des 18. Jahrhunderts durchgängiguniformiert; während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundertsist es der größte Teil des Heeres, der Uniform trägt.
III. Vergrößerung, Zusammenballung und Uni=formierung des Kleidungsbedarfs in ihrerBedeutung für das Wirtschaftsleben
Wir sind nun schon geübter in der Auffindung derökonomischen Pointen, auf die es bei Entwicklungsreihen, wiesie im vorstehenden dargelegt sind, zu achten gilt.
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