168 Fünftes Kapitel: Die Beköstigung der Heere
(8000 Personen), in Romorantin usw. 844 , in Virö, Vaiognes,Cherbourg; in Montpeiroux, das mit Lodöve zusammen für1600000 Liv. Soldatentuch im Jahre verkauft 848 .
Zieht man nun ebenso wie die Tuchindustrie die übrigenIndustrien in Betracht, die die Heere mit Kleidung ver-sorgten: Leinen-, Hüte-, Kleider-, Stiefel-, Strümpfe-, Knöpfe-,Bortenindustrie usw., denkt ferner auch an diejenigen Ge-werbe, die das Pferd „bekleiden“ (Hufschmied, Sattler ), end-lich auch an diejenigen, die für die Fortschaffung des Pro-viants usw. sorgen (Wagenbauer usw.), so wird man zu einerrecht hohen Bewertung dieses Marktes für die rein quanti-tative Entwicklung des gewerblichen Lehens in einem Landegelangen.
Aber diese rein quantitative Einwirkung ist gar nichteinmal die ökonomisch wichtigste; von viel größerer Be-deutung ist ein Einfluß auf die Form des Wirt-schaftslebens, den etwa die Deckung des Heeresbedarfsan Kleidern ausgeübt hat; ist insbesondere ihr Anteil ander Herausbildung des kapitalistischen Wirtschaftssystems,den wir so gern feststellen möchten. Ist ein solcher quali-tativ bestimmter Einfluß nachweisbar?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns dieArt des Kleidungsbedarfs beim Heere vergegenwärtigen unduns klarmachen, daß dieser ein Massenbedarf gleichförmigerGegenstände in dem Maße wurde, als Verstaatlichung undUniformierung des Bekleidungswesens fortschreiten. Mandarf getrost sagen, ohne sich einer Übertreibung schuldig zumachen, daß solche Zusammenballungen von Bedarf, wie sieschon im 17. Jahrhundert bei den Lieferungen für die großenHeere Vorkommen, für die damalige Zeit ganz unerhört waren.Den Leuten, auch den Kaufleuten, müssen die Augen über-gegangen sein, wenn sie hörten, daß in einem einzigen Ver-trage die sofortige Lieferung von 5000 kompletten Soldaten-monturen ausbedungen wurde, wie es der Fall war in dem