III. Vergrößerung, Zusammenballung und Uniformierung usw. 169
Vertrage, den im Jahre 1603 die englische Regierung mitUry Babington und Robert Bromley schloß 846 .
Oder wenn sie Ziffern lasen, wie sie etwa in den Be-stellungen Wallensteins vorkamen. Da heißt es z. B.:
„Laßt auch 10000 Paar Schuhe machen vor die Knechtauf daß ich sie nachher auf die Regimenter kann austeilen . . .Laßt derweil Leder präparieren, denn ich werde baldt lassenauch ein paar tausend Stiefel fertig machen. Laßt auch Tuchfertig machen, vielleicht wird man auch Kleider bedürfen.“
Aschersleben , den 13. Juni 1626:
(Mein Vetter Max) . . . wird auch befohlen haben, daßihr 4000 Kleider vor die Knecht sollt machen lassen, das istein Jupen von Tuch mit Leinwand gefüttert, ein tuchernespar Hosen und ein tuchernes par strimpf“ 347 .
„Der Kriegszahlmeister zieht auf Gitschin, soll um 13000Reichsthaler Schuh, Strümpf und Kleider (in einem späterenBriefe kommt noch eine Bestellung von 40000 Rthlr. hinzu)für die Armee machen lassen; assistiert ihm fleißig in allem.Die 4000 Kleider, so ihr vorm Jahr habt machen lassen, daßer euch bezahlt, was sie mich kosten, dieselbige führt ihrauch ab, sobald ers bezahlt hat“ usw. 848 .
Am 26. September 1647 erhielt Conrad von Burgsdorfden Auftrag, mit dem Kaufmann Eberhard Schief in Ham-burg folgenden Kontrakt über die Lieferung von Tüchernund Boy zu schließen- „Er soll für die Kurfürst!. Krieges-Officiere 1512 brabant. Ellen blau Tuch wie die Probe aus-weiset (NB!!), jede Elle zu 5 Orts Reichsthaler gerechnetund für die gemeinen Knechte 20 000 brabantische Ellen blauTuch nach Ausweis der Probe, jede um 1 Rthlr. . . . ferneran Boy 21512 brab. Ellen, jede zu 6 Sgr. liefern. Terminist 3 Wochen nach Martini“ 849 .
Man muß sich vor Augen halten, in welche Welt solcheRiesenaufträge hineinplatzten: machte es doch den Kauf-