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2 (1913) Krieg und Kapitalismus
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Sechstes Kapitel: Der Schiffbau

messen, wenn wir nun die Menge der Kriegsschiffe in Ver-gleich stellen mit der Zahl und dem Tonnengehalt der Kauf-fahrteischiffe in derselben Zeitepoche.

Leider wissen wir nur wenig Zuverlässiges über den Be-stand der Handelsflotte in früherer Zeit.

Für das IG. Jahrhundert besitzen wir folgende Anhalts-punkte, um den Umfang der englischen Handelsflotte zubemessen: In seinem Treatise of Commerce, der 1601 erschien,meint Wheeler, daß vor ungefähr 60 Jahren nicht 4 Schiffe(außer denen der Königlichen Flotte) in den Themsehäfengrößer als 120 t gewesen seien. Die Richtigkeit dieses Ur-teils wird durch andere Angaben bestätigt. 1544/45 bis 1553kommen in Abgang Schiffe über 100 t:

London gehörig ... 17 mit 2530 tBristol gehörig ... 13 mit 2380 tanderen Häfen gehörig . 5.

1577 weist eine Liste auf:

135 Kauffahrer mit 100 t und mehr, davon haben

56

.100

t,

11

.110

t,

20

.120

t,

7

.130

t,

15

.140

t,

5

.150

t,

656

zwischen 40 und 100

t.

1582 finden wir 177 Handelsschiffe mit mehr als 100 t.

Die Flotte Heinrichs VIII. maß aber schon zu Beginnseiner Regierung, wie wir oben sahen, 8460 t, am Ende10550 t; Elisabeth hinterläßt eine Kriegsflotte von 14060 t.

Für das England des 17. Jahrhunderts sind mirfolgende Schätzungen bekannt:

1628 ergibt eine Bestandsaufnahme der englischen Kauffahrer-flotte in der Themse: