Druckschrift 
2 (1913) Krieg und Kapitalismus
Entstehung
Seite
180
Einzelbild herunterladen
 

180

Sechstes Kapitel: Der Schiffbau

Jahre 1732, die zusammen einen Raumgehalt von 178557 thatten.

Im 18. Jahrhundert fängt die Schiffahrtsstatistik an, ge-nauer zu werden, und sie kann uns auch über die Größe desSchiffsbestandes einigen Aufschluß geben. Wir müssen für jeneZeit anuehmen, daß beispielsweise die in den englischen Häfeneinlaufenden Schiffe die Fahrt ein- bis zweimal im Jahre machten:auf ca. zwei einmalige Reisen kam eine wiederholte 367 . Nunliefen aber im Durchschnitt der Jahre 1743, 1747, 1749 in sämt-lichen englischen Häfen 603 fremde Schiffe mit einem Tonnen-gehalt von 86094 t ein 388 . Während z. B. aus den südenglischenHäfen (1786/87) nach Westindien abgingen 233 Schiffe mit47 257 t, gingen ebenso aus London : 218 mit 61695 t, ebensoaus nordenglischen Häfen: 77 mit 14629 t 369 . Die Gesamtzahlder 1786/87 in den Vereinigten Staaten von Amerika an-gekommenen Schiffe betrug 509 mit 35 546 t, während in dem-selben Jahre von dort absegelten 373 Schifte mit 36145 t 369 .

(Zum Vergleich: Im Jahre 1910 kamen an im Hafenvon Holtenau Schiffe mit 49 221 Registertons, im Hafen vonNohiskrug mit 29093 Registertons, im Hafen von Papenburg mit 38 832 Registertons, dagegen schon im Hafen von Stolp-münde mit 75336 Registertons, im Hafen von Stolzenhagen(Kratzwieck) gar mit 253342 Registertons; in sämtlichen Häfendes Deutschen Reiches liefen im Jahre 1910 111 797 Seeschiffemit 29930553 Registertons ein.)

Damals (1749), als die gesamte englische Handelsmarine320000 t, groß war, hatte die Kriegsflotte 228215 t Raum-gehalt ; das wäre also mehr als die sämtlichen Überseefahrerzusammen, zwei Drittel so viel als sämtliche Schiffe derHandelsflotte.

Wenn wir diese Ziffern überblicken, so gewinnen wir denEindruck, als ob in den zweihundert Jahren, von der Mittedes 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, das heißt also inden für die Entwicklung des Kapitalismus entscheidenden