IV. Das Tempo des Schiffbaues
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und 2. das Staunen der Zeitgenossen über diese ungewohnteHandlungsweise.
Aus ebenso früher oder nur wenig späterer Zeit habenwir zuverlässige Nachweise über den Bau Genueser Kriegs-schiffe, die uns durch die Größe der Ziffern verblüffen. Wirerfahren, daß die Republik Genua bestellt 885 :
1171: 8 Kattschiffe und 8 Galeeren;
1204: 8 Galeeren;
1205: 8
1200 : 8
1207: 22 Galeeren und 4 Tariden, je 1 Galeere in Savonaund in Noli;
1216: 10 Galeeren;
1241: 52 Galeeren und Tariden;
1242: 40 Galeeren;
1282 besaß Genua nur 12 Galeeren, 50 wurden in diesemJahre dazu gebaut.
Stärkere Anforderungen stellten auch im 16. Jahrhundertdie Marineverwaltungen der großen nordischen Seemächtenicht: sie waren wahrhaftig enorm genug.
Iu England befinden sich im Jahre 1554 29 Kriegsschiffeim Bau („in commission“), 1555/56 38, 1557 24, zu denen imDezember desselben Jahres noch 8 andere hinzukommen.Aber das Tempo wird immer hastiger. Dafür enthält denBeleg die folgende überaus lehrreiche Tabelle 386 :
Es waren Kriegsschiffe in Kommission in den 22 Jahren:
1559—1580 1581-1602
über 600 t400—600 t200—400 t100—200 t50—100 tunter 50 t
. . . 2 28
. . . 17 100
. . . 42 73
. . . 38 55
. . . 39 40
4 66
Insgesamt 142 362.