Das Neueste aus dem Reiche des Witzes. 223
Wir haben nicht nöthig, von dieser glucklichen Arbeit des Hrn.Battcnr, welche ohnedem nicht unter das Neueste gehört, weitläuftigzu reden, da sie vor kurtzcn unter uns durch eine doppelte ttcbersctzungbekannt genug geworden ist. Die eine dieser llcbcrietzung ist in Leip.?ig, die andre in Gotha ans Licht gekommen. Man braucht keinewcitläuftige Untersuchungen, der ersten den Vorzug zu ertheilen. Aus-ser dem Anhange einiger eignen Abhandlungen, mit welchen sie vor-züglich pranget, ist die llcbersctzuug selbst weit getreuer gerathen; daoft die andre den Sinn des Verfassers verfehlt. Gleich die erste Pe-riode ans dem Vorbcrichtc des Verfassers mag es beweisen. Ulanbeklagt sich beständig über die Menge der Regeln; sie seyenden Verfasser, welcher schreiben/ und den Liebhaber/ welcherurtheilen will/ in eine gleiche Verwirrung. Dieses sagt HerrBatteur; die Eothaischc Ucbcrsctzung aber sagt etwas ganz anders.Man beklagt sich/ heißt es, täglich über die Menge der Regeln;sie sind so wohl dem Versasser der SIE verfertigen/ als demLiebhaber der SIE beurtheilen will/ beschwerlich. Das SIEbringt einen ganz andern Verstand hinein. Battcur will nicht sagen,daß die Menge der Regeln denjenigen verwirre, welcher die Regelnschreiben oder beurtheilen wolle, sondern den, welcher nach diesen Re-geln schreiben oder urtheilen will. Die eignen Abhandlungen, welchezu der ersten Uebersctzuug gekommen sind, handeln von der Eintheilungder Knuste; von den Feiten, in welchen die schönen Künste entsprun-gen sind; von dem höchsten und allgemeinsten Grundsätze der Poesie;von der Einrichtung der Poesie; von der künstlichen Harmonie desVerses; von dem Wunderbaren der Poesie besonders der Epopcc, undvon den eigentlichen Gegenständen des SchäfcrgcdichtS. Sie verbesserntheils den Hrn. Battcur, theils setzen sie seine Ecdanckcn auf eineArt weiter fort, welche sie der Nachbarschaft, in der sie stehen, wür-dig macht. An statt durch einen Auszug Leser von Geschmack anzutrei-ben, sie ganz zu lesen, dürfen wir nur den Verfasser nennen. DerName des Herrn Gcllerts wird mehr davon versprechen, als dieschönsten Stellen, die wir daraus abschreiben könnten.
Wir wollen vielmehr ein ganz neues Wert bekannt machen, wel-ches dem vorhergehenden seinen Ursprung zu danken hat. Es ist einBrief welcher unter folgender Aufschrift an den Herrn Batteur ge-