Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
231
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Das Neueste aus dem Reiche des Witzes. 231

nicht ab, wann sie in den Händen eines Meisters ist.t5iu Werk,schließt er, welches von dein Genie unterstützt wird, fallt nie; esmag in einer Sprache geschrieben seyn, in welcher cS will."

Wir haben uns bey diesem kleinen Weite ein wenig lange aufgehalten,und gleichwohl haben wir nichts als einige Blumen daraus aussuchenkönnen. Wir hoffen aber, daß sie dem Leser angenehmer seyn werden,als ein halb Duzend Bücher Tittcl, mit einem nichts beurtheilendenUrtheile verlängert, das voller kindischen Ansruffungen, lächerlichenAnspielungen, und unnöthigen Versicherungen ist, wie werth uns derallerrocrtbeste Herr Verfasser sey.

Ein kurzsichtiger Togmaticus, welcher sich für nichts mehr hütet,als an den auswendig gelernten Sätzen, welche sein Sysicm ausma-chen, zu zweifeln, wird eine Menge Irrthümer ans dem angeführtenSchreiben des Herrn Tidcrot heraus zu klauben wissen. Unser Ver-fasser ist einer von den Wcliwciscn, welche sich mehr Mühe geben,Wollen zu machen als sie zn zerstreuen. Ucbcrall, wo sie ihre Augenhinfallen lassen, erzittern die Stützen der bekanntesten Wahrheiten, undwas man ganz nahe vor sich zn sehen glaubte, verliert sich in eineungewisse Ferne. Sie führen unsIn Gängen voll Nacht zum glänzenden Throne der Wahrheit;

v. Rle-st.

wenn Schutlchrcr, in Gängen voll eingebildeten Lichts zum düsternThrone der Lügen leiten. Gesetzt auch ein solcher Wcltwcise wagt es,Meinungen zn bcstrcitcn, die wir gehciligct haben. Der Schade istklein. Seine Träume oder Wahrheiten, wie man sie nennen will,werden der Gesellschaft eben so wenig Schaden thun, als vielen Scha-den ihr diejenigen thun, welche die Tcnkungsart aller Menschen unterdas Joch der ihrigen bringen wollen. Wenn man einer Art vonSchriftstellern das Handwerk legen will, so sey es diejenige, welchenns das Lasier angenehm macht. Tcm witzigen Wollüstlcr nehme mandie Feder, welcher sich nicht scheuet, die Mädchenschulen, unglütlichgenug, zu vernehmen.

Tiefer Gedanke könnte eine Art des Ucbcrganges zu folgendemBuche seyn, wann wir in einem Blatte, wie das gegenwärtige ist, dieUcbcrgängc nöthig hätten. Tcr Herr de la Mettric/ ein Name, beydem man viclcrlcy denken kan, hat die Welt mit einer neuen Gcburlhseines Witzes beschenkt, welche die Aufschrift führet: Die Runsi zu