Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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245
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Das Neueste aus dem Reiche dcö Witzes. 245

gnard, Ncricaut, La Chaussee, Grcssct, Chaulicu, .BcrniS, und wer siesoust sind, die Mahler, welche Natur und Kunst gebildet hat, die Helden

der Gesinnungen, die das edelste Feuer belebt!--Hiebcy vermeide

mau das französische Norurtheil, die Nachbarn zu verachte».Esgiebt gewisse in ihre Sphäre eingeschränkte Geister, die nur den Him-mclsstrich preisen, unter welchem sie gcbohrcn sind, furchtsam ihrenEroßältern nachschleichen und nur die Güter loben, die vor ihrenAugen wachsen. Für sie ist ausser Paris kein Genie anzutreffen, unddas Chaos fängt an da wo sich Frankreich endet. Leget diesen när-rischen Hochmuth, den ihr mit der Milch eingcsogcu habt, ab. Inden wildesten Gegenden giebt cS PilpaiS. Der abergläubische Spa-nicr, der sclbmördcrischc Engländer haben Sitten und Gaben. Er-forschet ihren Geschmack und macht cnch die Schätze zu Nutze, welchedie Natur andern Ufern vorbehält." Dieses sind Lehren,welche kluge Franzosen ihren LandcSlcuten noch uuzähligmal wie-dcrhohlen und unzähligmal umsonst wicdcrhohlcu werden. Nun-mehr kommt der Dichter auf den Zwcykampf, der Frucht des fal-schen Muths. Er beschreibt alle schreckliche Folgen derselben, undwill in einer kleinen Geschichte lehren, wie vermögend ein Frauen-zimmer sey, diese Raserey bey Mitbuhlcrn zu unterdrücken. Auchdiese Geschichte will uns im Ganzen nicht gefallen. Wir wollen dieRede eines Frauenzimmers, die in voller Unschuld ihre Liebe entdecktdaraus vorsetzen:WaS empfindet man, was will man, wenn manliebt? Belehre mich Zamor, warum mein zitternder Geist, wenn ichmit dir rede, eine ihm sonst unbekannte Verwirrung fühlt. MeinHerz zerstießt, wenn ich dich sehe. Seitdem dich ein Gott in dieseInsel führte, begleitet und entzückt mich dein Bild Tag und Nacht.Der zärtliche Eindruck deiner geringsten Reden, wird immer in mirneu, und scheint in mir zu leben. Gestern seufzcte ich deiner langen

Abwesenheit wegen, als Dorival erschien.--Ach welcher Untcr-

schied! Ich empfinde das nicht für ihn, was ich für dich empfinde.

--In was für ein Gift würde sich meine Liebe verwandeln,

wenn Zamor nicht so sehr liebte, als er geliebct wird."

Der vierte Gesang fängt mit der Beschreibung des Nachttischesan. Bey diesem sich cinzufiudcn, doch erst alsdann, wann das Francn-zimmer die Rcitzc des GcsichlS in Ordnung gebracht hat, ist die Pflichteines Liebhabers. Der Nachttisch ist ein Tcmpcl, der niemals ohne

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