Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
263
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Vorrede zu Marignys Ecschichie der Araber. WZ

gesagt hat? Muß man eben so stark in den orientalischen Spra-chen sey», als Hcrbclot war, um seine Unrichtigkeiten wahrzu-nehmen? Oder fallen nicht unzählige schon einem jeden Lesen-den, wann er ihn nur mit sich selbst vergleicht, in die Augen?Haben nicht Sale und Ocklcy schon unzähliges an ihm ausge-setzt? Und ist es denn wahr, daß ihn Marignu bey aller Ge-legenheit verachtet? Bedient er sich nicht seiner Nachrichten ansehr vielen Stellen? Thut er etwas anders, als daß er, nachMaaßgcbung des RcnaudotS, in der Vorrede erinnert, manhabe ihn mit Behutsamkeit zu lesen, weil er nicht selbst dieletzte Hand an sein Werk habe legen können? Ferner: wo ziehtdenn Marigny die Nachrichten des Elmacins den Nachrichtendes Hcrbclots vor? Ist dieses nicht eine offenbar falsche Be-schuldigung? Macht er jenen in seiner Vorrede, auf Versiche-rung seines Rcnaudots nicht weit verdächtiger, als diesen, in-dem er ihn als eine von den falschen Quellen anführt, auswelcher Hcrbclot vcrschicdnc Irrthümer geschöpft? Woher weißman, daß cr die Schriften eines Afscmanni, eines Schlittens,eines Salcms ganz und gar nicht gebraucht? Vielleicht weil crsie in der Vorrede nicht anführt, odcr weil cr den Rand nichtmit Citaten angefüllt hat? Ist es denn wahr, daß Hcrbclot,Ocklcy und Elmaci» scinc bcstcn O-ucllen sind? Sind dcnn Rc-naudot, Abulpharagius selbst, und andre, die cr sich weit mchrals jcnc zu Nutzc gemacht hat, nicht eben so gute Oucllcn?Ist es denn seine Absicht gewesen, alles zusammen zu tragen ?Das einzige, was unter allcn diesen Beschuldigungen Grundhat, ist dieses, daß cr dcn Alvakcdi, anstatt dcs Ocklcy ange-führt hat. Doch auch hicrinnc ist cr zu entschuldigen; denn dacr scinc Unwissenheit in der arabischen Sprache nicht leugnet,so kan cr cs unmöglich aus Stolz gethan haben, um dcn Lc-scr zu überreden, als habe cr selbst die Handschrist dieses Ge-schichtschreibers zu Rathc gezogen; cr muß cs vielmehr deßwegengethan habcn, um ohnc Umschweife sogleich dcn cigcntlichc»Währmaun seiner Erzchlungcn anzuführen. Gesetzt aber, crhätte cs aus Eitcllcit gethan, so würde mchr scin moralischerCharakter, als die Güte seiner Schrift, darunter leiden, lindist cs dcn» so ctwas uncrhörtcS, wann cin Gelehrter scinc »äch-