Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
264
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'.'til Zerrede z» M.u-iZNys Ncschichlc der Araber.

stcn Quellen verschweiget, und wann er sich wohl gar Mühegiebt, sie so wenig bekannt werden zu lassen, als möglich?

Ich komme zu dem zweyten Punkte, worüber sich der HerrD. Baumgartcn folgender Maaßen erklärt:Der Innhalt derGeschickte der Araber unter den Califcn, ist der Aufschriftgar nicht gcmäsj: indem er rveder von den Veränderungenim eigentlichen Arabien unter der Regierung der abassidi-schen Lalifcn zu Zdagdad, noch auch von der ommiadisckenGcschlechtsfolgc der Kalifen in Spanien , inglcichen denAlidcn, Moraviden, oder Marabuts, und andern Reichender Araber, auch nur so viel Nachricht giebt, als er ausVüchcrn nehmen können, die in jedermanns -Händen sind,und der Aufschrift zu Folge alhicr billig crrvartct wird."Ans diese Beschuldigungen überhaupt zu antworten, so bitte ichzu crwcgcn, was für eine Verwirrung in dem Werke des Ma-rigny nothwendig würde müssen geherrscht haben, wann er ih-nen hätte ausweichen wollen? Doch ich will mich Stückweiseeinlassen. Was ging denn in dem eigentlichen Arabien unterder Gcschlechtsfolgc der Abbaßidcn so wichtiges vor, daß er des-wegen den Faden der Hauptgcschichtc hätte abreisten sollen?Nimmt er denn das Wort Araber in cincm so engen Ver-stände, daß cr niemals die wirklichen gcbohrncn Araber ausdem Gesichte lassen müssen? Oder versteht cr vielmehr unterden Arabern diejenigen orientalischen Volker, welche sich zu demGlauben des Mahomcts bekannten, und diesen mit dem Schwcrdtcausbreiteten? War cs also nicht nothwendiger, daß cr, nachder Folge ihrcr rechtmäßigen Regenten, sdas ist, derjenigen,welche von dem größten und vornehmsten Theile der Muselmän-ner für rechtmäßig erkannt wurden) vielmehr ihre auswärtigenEroberungen, als ihre innerlichen Unruhen und Trennungen cr-zchltc? Ist cs nicht gcnug, wcnn cr dieser kurz erwähnt, undihrcr nicht weiter gedenkt, als in so ferne sie einen Einfluß i»die Reihe der cigcntlichcn Nachfolger des Mahomcts gehabt ha-ben? Was besonders die Moravidcn anbelangt, so kommt mirdieser Einwurf nicht anders vor, als wcnn man cs einem, wel-cher die Geschichte der Sachsen z» beschreiben unternimmt, zurLast legen wollte, daß cr nicht, aus der Geschichte von Eng -