jenige Form der Moralstatistik gewesen sein, welche auf der damals er-reichten Entwicklungsstufe des französischen Geistes gesetzmäßig ein-treten mußte, während in der deutschen Reaktion dagegen nur die aufanderem Boden gewachsene, um einige Jahrzehnte reifere Anschauungzur Geltung kommt? Dann würde sich ganz im Sinne des echten Que-teletismus an dieser Disziplin, die der noch lebende belgische Forschersolange die seinige nennen durfte, von neuem bewähren, wie sehr auchin der Wissenschaft der einzelne an die Entwicklung des Ganzen ge-bunden ist.
Anmerkung: Die genaueren Titel der oben besprochenen Schriften sindfolgende:
Buckle, History of Civilisation in England; deutsch von A. Rüge, 1860; einebequeme englische Ausgabe ist die Brockhausische in fünf kleinen Bändenvon 1865. 8°.
A. Wagner, Gesetzmäßigkeit in den scheinbar willkürlichen menschlichenHandlungen. Erster und zweiter Teil. Hamburg 1864. 8°.
Drobisch , Die moralische Statistik und die menschliche Willensfreiheit.Leipzig 1867. 8°.
A. v. Oettingen , Die Moralstatistik und die christliche Sittenlehre; Versuch,einer Sozialethik auf empirischer Grundlage. Erster Teil: Die MoralstatistikErlangen 1868 und 1869. (Dieser erste Teil erschien in zwei Abschnitten;der zweite Teil wird noch erwartet.)
Der Leser wird es aus der Kürze des Vortrags erklären, wenn bei derBekämpfung einiger Anhänger Quetelets die Verdienste dieses Erneuerersder Statistik als bekannt vorausgesetzt werden.