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Einführung in einige Hauptgebiete der Nationalökonomie : siebenundzwanzig Beiträge zur Sozialwissenschaft / von Georg Friedrich Knapp
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Erläuterungen zur Staatlichen Theorie des Geldes.

[Aus Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft, Bd. XXX

( 1906 ).]

Inhalt.

Das sogenannteGut mit festem Wert. Die sogenannteKaufkraft desGeldes. Das Wesen der Assignatengefahr. Der eigentliche Übelstandbeim uneinlösbaren [Papiergeld. [Die Schiefheit der Kritik. Nachschriftüber W. Lexis.

DieStaatliche Theorie des Geldes behauptet, daß die Werteinheitstets nominal, das heißt: daß sie ein nur historisch definierter Begriffsei, welchen der Verkehr und die Rechtsordnung an wenden, um dieGröße von Zahlungen auszudrücken. Der Gebrauch von Metall zur Her-stellung der Zahlungsmittel ist dabei keineswegs ausgeschlossen, hatsogar bedeutende Vorteile, besonders im Anfänge der geschichtlichenEntwicklung; aber die Werteinheit darf nicht als Metallmenge definiertwerden. Wer sie doch so definiert, heißt Metallist .

Mithin unterscheiden sich die Nominalisten von den Metallisten nurauf dem Gebiete der Definierung; keineswegs handelt es sich um diepraktische Frage, ob die Zahlungsmittel aus Metall herzustellen seienoder nicht.

Kaum war die nominalistische Auffassung zum erstenmal in allerStrenge durchgeführt, so erhoben die Metallisten den lebhaftestenWiderspruch; sie brachten vor: es müsse doch ein Gut von unveränder-lichem Werte geben, zum Beispiel eines oder das andere der edeln Me-talle; dies Gut sei Wertmesser und müsse es sein, damit der Zahlungs-verkehr in Gang geraten könne. Diesen ganz fundamentalen Satz habedieStaatliche Theorie völlig übersehen; schon aus diesem Grundesei dieselbe abzulehnen, obgleich sie sonst allerlei nicht üble Bemer-kungen enthalte, die so nebenbei zur Verbesserung der herkömmlichenLehre dienen könnten.

Merkwürdig wäre es allerdings, wenn dieStaatliche Theorie sovergeßlich wäre; aber davon kann keine Rede sein. Was die Metallistenals Lücke empfinden, hätten sie selber leicht ausfüllen können; da siees nicht getan haben, helfen wir ein wenig nach.

Der Metallist kann gar nicht anders, er muß die Anschauung hegen,

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