Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
290
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Siebender Brief.

stcr auf ihren Besuch warten läßt. Ein artig Complimcnt!setzen Sie hinzu; und Sie haben recht. So geht cs einemPedanten, wenn er galant thun will. Aber wo Sie dieseAnmerkung nicht bey sich behalten haben, und wo Sie michnoch weiblichen Spöttcrcycn deswegen aussetzen; so sehen Siesich vor! Doch vielleicht drohen Sie mir nur, um einem län-gcrn Aufschübe vorzubauen, und ihre schon beleidigte Ncubcgicrdevor fernern Beleidigungen zu sichern. Wenn das ist, so magcs seyn. Es wird mir ohnedem zur Last, eine besondre Nachrichtlänger allcine zu wissen, und Sie würden sie nunmehr lesenmüssen, wenn Sie auch keine Lust dazu hätten UnserHurcnkricg also ist eine kleine Schrift in Octav auf drey Bogen,und hat folgende Aufschrift: Dutii pikvi ^uvermlis jUonaenonor-nomaeliia. Wo und wann sie gedruckt worden, finde ich andersnicht, als mit den Worten: Datum ex ^eliaia Olympiade rion-,,welche gleichfalls auf dem Titel stehen, angemerkt. Schon hier-aus sehen Sie, daß sie Mmchesins selbst vielleicht nicht gese-hen hat, weil er sie schlechtweg den -Hurent'rieg nennet, anstattdaß cr sie den Mönckshurenkrieg hätte nennen sollen. DieseAufschrift, sollte ich meinen, und der Zusatz des Matthesius,daß cs eine Schandschrift wider den heiligen Ehestand, und be-sonders wider die Ehe der Priester sey, wird Ihnen den Znn-halt ungefehr errathen lassen; eben wie Sie aus der Erbittcrungdcs Aemnins, ungefehr auf den Ton und dcn Ausdruck wcr-dcn schlicsscn können. Schon die Zueignung, welche an L.mhe>mgerichtet ist, könnte schwerlich giftiger seyn: ^.ä eoloderrimum,et famol'il'simum vomirmm, Oominnm Dnotoiom I^iitlioiilm, fa-erarum ccremvniariiin renovatnrem, emil'arum korenl'imn sdmi-nittratorem, ^reliie^ifcn^nm ^VitoliorAvnl'em, et totius Laxoniseprimatom, zier Kermamruri prnpliewm, Dcn Norwurf den erihm hier unter andern wegen der gerichtlichen Angelegenheitenmacht, in die cr sich, anmaßlichcr Wcisc, gemischt habe, diesen,sage ich, hat Acmnius in seiner Apologie nach seiner Art be-wiesen, durch ein Paar schändliche Erzählungen nehmlich, diemir das Zeichen der Erdichtung gleich an der Stirnc zu tragenscheinen. In einer davon will cr uns untcr andern bereden,daß L.utherus durch eine gewisse sträfliche Handlung zu dem be-