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IY. Geldtheorie.
keit des Goldpreises kommt; es gab damals Professoren, die da meinten,diese Festigkeit sei eine Eigenschaft dieses Metalles! Wir finden in derSchrift: Eduard Hammer, „Zur Beseitigung des Agios“, Leipzig 1888,47 Seilen, Seite i 4 unten: „Heute wird das Silber nicht mehr vonStaatsverwaltungen gekauft oder gegen Geld-Silbermünzen umgetauscht,infolgedessen wechselt auch sein Preis fortwährend; wird erst einmalauch Gold nicht mehr von den Staaten zu fixen Preisen gekauft werden,bzw. gegen Goldzeichen (PGcldzeichen?) eingetauscht werden, wird auchder Wert des Goldes wechseln, das heißt von Bedarf und .Vorrat ab-hängig sein.“
Seite 38 findet sich folgende Anmerkung unter dem Text:
„Der Preis des Goldes wird heutzutage dadurch fixiert, daß die obenerwähnten Staaten jedes Quantum Gold zu einem gesetzlich fest-gesetzten Preise kaufen, denn indem man dort für jedes Quantum Goldinländische Münzen erhalten kann, so ist dieser Umstand gleichbedeutenddamit, daß man jederzeit von den Staaten eine gesetzljch festgesetzteSumme Geld für ein bestimmtes Quantum Gold erhalten kann, und daßder Staat Gold zu fixen Preisen kauft. Hiedurch kann allerdings derPreis des Goldes auf dem Weltmarkt nicht leicht wechseln.“
In einer anderen Schrift: Eduard Hammer, „Die Hauptprinzipiendes Geld- und Währungswesens“, Wien 1891, heißt es Seite 18 unten:„Der Preis des Goldes würde ebenso wie der aller Güter je nachAngebot und Nachfrage einem Wechsel unterworfen sein, wenn derPreis desselben nicht dadurch auf dem Geldmärkte fixiert wäre, daßin vielen Staaten die freie Ausprägung von Goldmünzen für Rechnungvon Privaten stattfindet, wodurch man für eine bestimmte Summe Geldimmer ein gleiches Quantum Gold und umgekehrt für ein bestimmtesQuantum Gold immer die gleiche Summe Geld erhalten kann. Der Preisdes Silbers ist bereits, seitdem die freie Ausprägung des Silbers fürRechnung von Privaten überall eingestellt ist, wie der Preis jeder Ware,von Angebot und Nachfrage abhängig!“
Daß klammer kein Metallist war (wie man jetzt zu sagen pflegt)geht aus folgender Stelle hervor, die sich in einem gedruckten Blatte vonvier Seilen mit der Überschrift „Das Programm für die Herstellungder Valuta“ findet; datiert ist das Blatt: Wien, den 9. November 1898;die Stelle lautet:
„Als Währung (oder Wertmaß) fungiert jedoch — was ich eben-falls bereits in meinen diversen Publikationen dargelegt habe — und