Hanssens Lebenserinnerungen.
[Vortrag, gehalten in der Sitzung des Vereins für Sozialpolitik in Wien , 27. Sep-tember 1909, abgedruckt in den Schriften des Vereins, Bd. 132.]
Am 3 i. Mai 1909 waren hundert Jahre $eit der Geburt GeorgHanssens verflossen.
Der Verein für Sozialpolitik hat mich, der ich ein Zuhörer Hanssensgewesen bin, aufgefordert, in der Versammlung zu Wien sein Andenkenzu erneuern, das Andenken unseres größten Agrarforschers.
Seine Familie ist im Besitze von eigenhändig auf gezeichneten Lebens-erinnerungen, i 36 eng beschriebene Seiten 1 ; ganz sorgfältig in allenDaten; in ruhigem Ernst und in einfacher Sprache wird darin erzählt,wie dies Leben verlaufen ist. Ich habe die Erlaubnis erhalten — undsage dafür Dank — aus dieser Quelle von unbestreitbarer Echtheit zuschöpfen.
1 Die handschriftlichen Lebenserinnerungen (ohne Überschrift) bestehen auszehn Abschnitten, bezeichnet durch A, B, C usw. bis K. Jeder Abschnitt hat eineÜberschrift:
A. ’* Die Jugendzeit in Hamburg bis zum Abgänge zur Universität, Ostern 1827.
B. In Heidelberg vom Frühjahr 1827 bis zum Auszug im August 1828.
Winter 1828/29 in Weinheim an der Bergstraße.
Sommer 1829 auf dem Sehweizerhofe bei Ellwangen.
In Kiel Wintersemester 1829/30.
Reise durch das Herzogtum Schleswig im Sommer 1830, und Rückkehr nachKiel im Herbst 1830.
C. Kiel im Wintersemester 1830/31.
Daselbst promoviert 13. Mai 1831 und bis zur Abreise nach Heidelberg imJanuar 1832 literarisch beschäftigt.
D. Privatisierend in Heidelberg Febr. bis Aug. 1832 und nach einer Badekur inKissingen Aufenthalt in Jena usw. In Hamburg Nov. 1832 bis Febr. 1833.
Privatdozent in Kiel Ostern 1833 bis Michaelis 1834. Berufung nach Kopen-hagen.
E. In Kopenhagen Herbst 1834 bis Herbst 1837.
F. Professor an der Universität Kiel Michaelis 1837 bis Ostern 1842.
G. Professor an der Universität Leipzig Ostern 1842 bis Ostern 1848.
II. Göttingen Ostern 1848 bis Michaelis 1860. (Erste Göttinger Periode.)
J. Berlin Herbst 1860 bis Frühjahr 1869.
K. Göttingen, zum zweitenmal, von Ostern 1869 bis ....
Am Schlüsse steht das Datum: Juli 1888; worauf einige Nachträge folgen.Die Lebenserinnerungen sind veröffentlicht durch H. Hanssen (den Sohn vonGeorg Hanssen) im 40. Bande der Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Hol-steinische Geschichte, Kiel 1910.