Drey »iid zwanugsicr Brief.
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Auf seine Heimlichkeit ein Recht zu haben scheint,Der aus blöder Begier sich alle zu verbinden,Auch alle läßt den Weg uns zu verderben finden.
Henzi.
Genug! ich höre schon, worauf dein Evfcr geht.Wahr ists, ich war zu schwach. Ein Freund hat mich erfleht.Zch hab ihm unsern Zweck — —
Fuetter.
Du hast--
Wyß.
O Lastcrthatcn!
Hört mich'.
Henzi.
Richard.Wir Hörens schon. Wir sindwysi.
Wir sind verrathen!
Fuetter.
So hast du Wort und Schwur--
Henzi.
Die hab ich nicht verletzt,Weil ihr dieß neue Glied selbst eurer würdig schätzt.Ein Mann, von alter Treu, in Glück und Sturm gcübct,Der nur die Tugend mehr als seine Freyheit liebet,Sonst alles für sie wagt, und für euch wagen wird — —
Fuetter.
Za, wenn im Urtheil sich die Freundschaft nie geirrt,So wär dein Fehl vielleicht — —
Wyst.
Kannst du ihn noch vertreten?Henzi.
Wer so wie ich gefehlt, Freund, hat es nicht vonnöthcn.
Wyß.
Wie? Nicht vonnöthcn ? Ey! du tugendhafter Mann,Der schlechter als ein Weib den Mund regieren kann!Verführer, was wirst du uns noch bereden wollen,Wann du verrathen willst, und wir nicht murren sollen?
Messings Wette in. 23