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Vier und zwanzigster Brief.
3. B. Odc «:.
Horatz sagt von einem vcrbuhltcn Mägdchcn in dieser Odc:— — — »eiuio eliAit
iüui clonet im^iermiffa ra^>tim(Inullla, Iuminll»u8 icmotis.Was ist deutlicher, als daß er durch Wmimlms lomotis sagenwill, wenn man die Lichter bey Seite gcschaft hat. Der bessereHerr Lange aber giebt es: mit abgewandten Blicke.
3. B. Ode 21.
Sollte man es sich wohl einbilden können, daß Herr LangeI>ri1ei (Xitcmis durch priscus Lato übersetzt? Welcher von denCatoncn hat denn Priscus geheißen?
3. B. Odc 27.Noch cin grösserer Fehler!
Ilxor Invieti ^lovis ot'l'e noleis —übersetzt Herr Lange, oder Gott weis welcher Schulknabc, demer diese Arbeit aufgetragen: Du rveists nicht, und bist desgrossen Jupiters Gattin!
4. V. Ode 4.
Die vortrcflichstc Strophe in dieser Ode hat Herr Lange ganzerbärmlich mißgchandclt. So sieht, sagt der Dichter, das auffette Weiden erpichte Reh, den von der saugenden Vrust seinergelben Mutter vcrstoßncn Löwen, dessen junger Zabn es zer-fleischen soll. — —
lj>i!»Iemv«z lu^tis cüpi'vil ^asculsIiitontc», sulv5v mati'Is i>>) »I^evo<s!>m laeto (lojmll'iim loonomOeiitcz novo ^eiitiira villlt.Man sche nun, was dcr Ucbcrsctzcr für cin elendes Gewäschedaraus gemacht hat.
---— Und wie Ziegen
Mit froher Weid allein beschäftigt, den ^örven,Von Milch und Brust dcr gelben Mutter vertrieben,Sehn, und den Tod von jungen siegen roahrnchmcn.Und also heißt vento novo von jungen Ziegen.