Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
387
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Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1763.

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. ncs der ehrbarsten Dichter geliefert hat, so wird man vielleicht sagen,daß eine neue Uebcrsetzung nnnöthig sey, besonders wann es wahrseyn sollte, daß diese in reimlosen schlecht scandirtcn Vcrscu, und jenein einer starken poetischen Prosc wäre. Wir können hierzu nicht völ-lig ja sagen, da wir dem neuen Hrn. Ucbcrsctzcr wenigstens in derAbsicht vielen Tank schuldig sind, daß er das englische Original unteruns durch seine Arbeit gemeiner macht; zumal wenn es ihm gefallensollte, sie fortzusetzen. Statt einer Vorrede findet man einige Nach-richten von dem Verfasser D. Äjoung, aus einem Schreiben des Hrn.von Tscharncr an den Hrn. Hofrath von Hallcr. Die Umstände welchezu Erläuterung seiner Nachtgcdanken dienen können, sind folgende:Lucia war seine Gemahlin und Narcisscns Mutter; eine Schwesterdes Grafen von Litchficld, dem das fünfte Buch der Nachtgcdankenzugeschrieben ist, und eine Großtochter König Carls des zweyten vonmütterlicher Seite. Narcisse hcyrathcte Philanceru, einen SohnMylord PalmerstonS. Diese Ehe und die Familie der Lucia verbandden D. ?>oung mit einigen der vornehmsten Hänser des Königreichs.Philandcr und Narcisse starben beyde auf einer Reise, die sie nachFrankreich unternommen hatten, um ihre Gesundheit wieder hcrzu-stellen, und ans welcher sie von ihrem würdigen Vater waren beglei-tet worden. Bald nach jenes Tode folgte sie ihrem Chgcmahl: eindoppelter Verlust, der ?joung in die tiefste Betrübniß versetzte. Die-ser wurde übcrdcm auf der Reise von Calais nach Douvre mit einemso starken Fieber befallen, daß er sich dem Tode nahe fand. Unddieses waren die traurigen Begebenheiten, die ihm die Gelegenheitund den Vorwurf zu den Nachtgcdanken gcgcbcn hatten - - Kostetin den Voßischen Bnchläten 6 Gr.

(16. Febr.) Seit dem Verfalle des römischen Reichs, verdientwohl die Geschichte keines einzigen Volks mit mchrcrm Rechte bekanntzn seyn, als die Geschichte der arabischen Muselmänner; sowohl inBetrachtung der großen Leute welche unter ihnen aufgestanden sind,lind die wunderbarsten Veränderungen vielleicht in dem beträchtlichstenTheile der Welt gemacht haben, als in Ansehung der Künste und Wis-senschaften, welche ganze Jahrhunderte hindurch den schönsten Fortgangunter einem Volke gcnoßcn, welches uns unsre Vorurlhcilc gemeiniglichals ein barbarisches Volk betrachten lassen. Man kau zwar nicht sa-gen, daß die Gelehrten in dieser Geschichte gar nichts geleistet hätten;