388 Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1753.
oder man müßte, ausser den arabischen Originalscribcntcn, einen Pocock,einen Golius, einen Pridcaur, einen Salc, einen Ocklcy, einen Eagnicr,einen Hcrbclot, einen Rcnaudot, ganz und gar nicht kennen. Diesesaber kan man sagen, daß uns, nur »och vor einiger Feit, ein Werkzu fehlen schien, welches ans eine unterrichtende und zugleich anmuthigeArt alles, was uns genannte (belehrte stückweise geliefert haben, zu-sammen faßte, ohne mit ihrer fürchterlichen Gelehrsamkeit zn prahlen.Es scheint uns aber jctzo nicht mehr zu fehlen, seit dem wir desHerr» Abts Marigny Historie der Araber unter der Regierungder Calife», erhalten haben. Dieser Schriftsteller hat sich einenRollin zum Muster vorgestellt, und schon dieses Muster muß ein gu-tes Vorurlhcil für ihn cnvcckcu. Da er, wie dieser, bloß die Absichthat eine mittlc Gattung von Lesern, und vornehmlich die Jugend zuunterrichten, so hat er sich aller dunkeln Uutcrsuchungcn einschlagen,welche nur Gelehrten, die diese Geschichte in allen ihren Theilen er-gründen wollen, gefalle» können. Sein ganzer Fleiß geht darauf, diehäufigen Revolutionen, die umgestürzten Throne, die znm ElückSballcgewordenen Monarchie», die niedrige» Sklaven, die sich zu dem Gip-fel der Ehre geschwungen, und mächtige Dynastien, die durch nochmächtigere zerstöret worden, gestiftet haben, auf eine Art zu beschrei-be», wodurch die Geschichte allein zum Spiegel der Klugheit wird.Man kan also sei» Werk, welches aus vier Octavbäudcn besteht, so-wohl dem innerlichen Werthe, als der äußerlichen Einrichtung nach,als eine Art von Fortsetzung der allen Geschichte des Herrn Rollinsansehen, in welcher Betrachtung eS auch eine» allgemeinen Beyfall er-halten hat. lind eben dieser Beyfall hat eine deutsche Ilcbcrsctzung ver-ursacht, welcher es hoffentlich an einer guten Aufnahme nicht fehle»wird. Sie ist bereits unter der Presse, so, daß künftige Ostcrmcsscder erste Theil unfehlbar in der Aoßischcn Buchhandlung erscheinen wird.
(2(1. Febr.) Drey Gebete eines Freygeistes, eines Christe»und eines guten Rönigs. Hamburg / zu bekommen in Joh. CarlDohns Buchhandlung/ 17o3, in groß 4t. auf 1 ZZogcn. WannWorte und Redensarten, wobey gewisse große Geister vielleicht etwasgedacht haben, widcrholcu, denken heißt; wann kurze und nicht zusam-menhangende Perioden das einzige sind, worinne der laconischc Nach-druck bestehet; wann in der bunten Reihe häufiger ? dcclamatorischcr !und gehcimnißvoller - - - - das Erhabene steckt; wann verwegene