Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
397
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Aus der Berlinischen Zcitimg vom I. 175Z. 397

hat, zu verlieren. Tast er sich darum bemüht habe, müssen wir ihmglauben: allein, daß cS ihm nicht gelungen ist, wird er so gut seynund uns glauben. Der Anfang lautet bey ihm folgender Gestalt:

Pascal, der fromme Thor, Hcraclit unsrer Zeit,

Irrt, wenn er, da die Welt ihm, er ihr, stets verhaßter,

Mcynt, alles sey darin» nur Elend oder Laster.

Mit Trauern sagt er uns: Ach, es ist ohne Streit,

Ein Konig dem man dient, selbst einer, den man liebt,

Sobald derselbe einsam ist,

Und ihn der Höfling nicht umgicbt,

Ist Mitleids werth und findt, daß nichts sein Unglück mißt.

Er ist der Glücklichste, wofern er schaft und denket.

Dieß zeigt dein Beyspiel an, erhabener Monarch.

entfernt vom Hofe, wo dein Fleiß nicht gnng verbarg,

Durchforschst dn, wenn dein Blick sich in die Ticse senket,

Wohin wir kraftlos sehn, verborgner Dinge Grund. :c. zc.Wir können cS kühnlich wagen, diesen Feilen eine andere llcbcrsctzungentgegen zu setzen, welche gleichfalls Feile auf Zeile paßt, ob man sichgleich ans dieser Sklavcrcy kein Verdienst macht.

Ja, Blaise Pascal irrt; laßt uns die Wahrheit ehre»!

Der fromme Misanthrop, der tiefe Hcraclit,

Der hier nnf Erden nichts als Noth und Laster sieht,

Behauptet kühn in schwcrmuthSvollcn Lehren:

Ein König, den man zu ergötzen sircbt,

Ja gar ein König, den man liebet,

Sey, wenn ihn, fern vom Prnng, kein Höfling mehr umgicbct,

Elender tausendmal, als der im Staube lebt."

Er ist der glücklichste, wofern er wirkt und denkt!

DaS zeigest du, Monarch, den oft zn ganzen Tagen,

Der weisen Eule gleich, das Cabinct umschränkt,

Von da dein Adlerblick sich dars zur Tiefe wagen,

Wohin vor Blöden sich der Weisheit Licht gesenkt. :c.Kostet in den Voßischcn Buchlädcn 1 Gr.

(21. Aug.) Hr. Peter Rcnatus le ZZossu Abhandlung vomHeldengedichte, nach der neusten Französischen Ausgabe über-setzt, und mit einigen ericischen Anmerkungen begleitet von D.Johann Heinrich Z** nebst einer Vorrede Hrn. G- Friedrich