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Vi^Iv mecuiu für Hrn. i^ann (^otlb. Lan>z^
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Sic erzürnen sich; Sie wollen darauf antworte»; Sie setzensich und schreiben ein Paar Bogen voll; aber ein Paar Bogen,die so viel erbärmliches Zeug enthalten, daß ich mich wahrhaf-tig, von Grund des Herzens schäme, auf einen so elenden Geg-ner gcstosscn zu seyn.
Daß Sic dieses sind, will ich Ihnen, mein Herr Pastor,in dem ersten Theile meines Briefes erweisen. Der zweyteTheil aber soll Zhncn darthun, daß Sic noch ausser ihrer Un-wissenheit, eine schr nichtswürdige Art zu dcnkcn vcrrathcn ha-ben, und mit einem Worte, daß Sic ein Ncrläumdcr sind.Den ersten Theil will ich wieder in zwey klcinc absondern: An-fangs will ich zcigcn, daß Sic die von mir getadelten Stellennicht gerettet haben, und daß sie nicht zu rcttcn sind; zwcytcnswerde ich mir das Vergnügen machen, Ihnen mit einer Anzahlneuer Fehler aufzuwarten. — — Verzeihen Sic mir, daß ichin einem Briefe so ordentlich scyn muß!
Ein Glas frisches Brunnenwasser, die Wallung ihres ko-chenden Geblüts ein wenig niederzuschlagen, wird Ihnen schrdienlich scyn, ehe wir zur ersten Untcrabthcilung schrcitcn. Nocheines Herr Pastor! — — Nun lassen Sic uns anfangen.1. B. Od. 1.Kttb/t/tt/ /e?'t«»i /Vc/e?'K «ei'i«>e.
Ich habe getadelt, daß ««i^vv hier durch Nacken ist über-setzt worden. Es ist mit Fleiß geschehen, antworten Sic. So ?Und also haben Sic mit Fleiß etwas abgcschmaktcS gesagt?Doch lasscn Sic uns ihre Gründe betrachten. Erstlich entschul-digen Sic sich damit: Datier habe auch gewußt, washcissc, und habe es gleichwohl durch Stirnc übersetzt. — Istdenn aber Stirn und Nacken einerley? Dacicr verschönert ei-nigermassen das Bild; Sic aber verhunzen es. Oder glaubenSic im Ernst, daß man mit dcm Nackcn in dcr Höhe an et-was anstosscn kann, ohne ihn vorher gebrochen zu haben? Da-tier über dicscs mußte Stirne setzen, und wissen Sic warum?Za, wenn es nicht schiene, als ob Sie von dcm Französischeneben so wenig verstünden, als von dcm Lateinischen, so trauteich es Ihnen zu. Lernen Sic also, Herr Pastor, was Zhncnin Laublingcn freylich niemand lehren kann; daß die französische
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