Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
431
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V-ule Hierum für Hrn. Sam. Eotth. !^angc. äZl.

dürfte ich mir sage«, daß ihre Ucbcrsctzung von dicscm doppel-ten Sinne keinen, sondern einen dritten ausdrücke.

An rveists nickt und bist des grossen Jupiters Gattin.Kann dieses nicht ohne viele Verdrehung heißen: Gb du schondes Jupiters Gattin bist, so rvei>;t du dennoch dieses oderjenes nicht. Doch ich brauche diese Ausflucht nicht; und mei-netwegen mögen Sie den ersten Sinn babcn ausdrücken wollen.Sie haben doch noch Schulknabcn mäßig übersetzt. Denn wasthut ein Schulknabe bey solchen Gelegenheiten? Er nimmt denersten den besten Sinn, ohne sich viel zu bekümmern, welchener eigentlich ncbmcn sollte. Er ist zufrieden, es sey nun aufdie eine, oder auf die andere Weise, den Wortvcrstand ausge-drückt zu haben. Dieses nun haben Sie auch gttban, ati^i,vi'Zu. Umsonst sagen Sie mit dem Dacicr, Zhr Sinn sey demZusammenhange gcmässcr. Ich sage: nein, und jcdcrman wirdes mit mir sagen, der das, was darauf folgt, überlegen will.Durch was hat Horaz das zwcydcutigc

Ilxar invlcti .lovis eslo not'visgewisser bestimmen können, als durch das gleich darauf folgende?

Hütto sinAultus: Iione ioiro inüZiunn

Diseo ?<iitunam.Was ist deutlicher, als daß Horaz sagen will: glaubst du, daßScuszcr und Thränen einer Gattin des Jupiters anstehen? Lernedich doch in dein Glück finden! Lerne doch zu seyn, was du bist!^ Ich will noch einen Beweis ansührcn, den sich einHerr Lange freylich nicht vermuthen wird, der aber nicht weni-ger schließend ist. Es ist unwidersprechlich, daß Horaz i» die-ser Ode das Jdyllion des Moschus, Europa , in mehr als ei-ner Stelle vor Augen gehabt hat. Es ist also auch hockst wahr-scheinlich, daß -Hora; die Europa in den Umständen angenommenhabe, in welchen sie Moschus vorstellt. Nun weis sie es beydicscm, daß nothwendig ein Gott unter dem sie tragendenStiere verborgen seyn müßc. Sie sagt:

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