Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
443
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V-uIe meenm für Hrn. Sam. Cotth. Lange. ^4^>

dessen Sie auf der 21tcn Seite gedenken; weil dieses der ein-zige lebendige Mensch ist, der Sie und mich zugleich von Per-son kennt, und der einzige, mit dem ich von meiner Critiküber ihren Horaz, ehe sie gedruckt ward, gesprochen habe. Nunhören Sie.

Es war im Monat März des l?Z2 Zahrs als dieser HerrP. N. durch Wittcnbcrg rcisctc, und mich daselbst der Ehreseines Besuchs würdigte. Ich hatte ihn nie gesehen, und ihnweiter nicht als aus seinen Schriften gekannt. In AnscbungIhrer aber war es ein Mann, mit welchem Sie schon viele Jahreeine vertraute Freundschaft unterhalten hatten. Als er wieder inHalle war, fanden wir es für gut, unsre angcfangne Freund-schaft in Briefen fortzusetzen. Gleich in meinem ersten, wo ichnicht irre, schrieb ich ihm, daß ich ihren Horaz gelesen und sehrmerkliche Fehler darinnc gefunden hatte; ich sey nicht übel Wil-lens die Welt auf einem fliegenden Bogen dafür zu warnen,vorher aber wünschte ich, sein Urtheil davon zu wissen. SehenSie nun, was er hierauf antwortete Es thut mir leid,daß ich freundschaftliche Briefe so mißbrauchen muß.

Ocffcntlich, sind seine Worte, wollte ich es niemanden

rathen, Herrn Langen anzugrciffcn, der etwa noch--

-----Indessen kenne ich ihn als einen Mann, der

folgt, wenn man ihm etwas sagt, das ihm begreiflich ist. DieseFehler, dächte ich, wären ihm begreiflich zu machen. Solltees also nicht angehen, daß man ihn selbst aufmunterte Verle-ger von den Bogen zu seyn, die Sie wider ihn geschriebenhaben. Nicht in der Absicht, daß er dieselben drucken läßt;sondern daß es in seiner Gewalt stehet, die Verbesserungenderselben bey einer neuen Auslage oder besonders drucken zulassen. Er muß sich aber auch alsdcnn gegen den Hrn. Ver-fasser so bezeigen, als ein billiger Verleger gegen den Autor.Sie müssen keinen Schaden haben, sondern ein Honorariumfür gütigen Unterricht"

°)Hofuunq babcn tonnte, im Preußische» sein Glück zn finden, HerrLange kann viel bev Hofe durch gcwiße Mittel ausrichten," So lautet dasFcl'lcndc nach dem Abdrucke des Briefes vom Professor Gottlob Samuel Ni-colai in der Vorrede zum vierten Tl'cil der vermischten Schriften S. 1i,